Bundesjugendspiele kehren mit Wettbewerbscharakter für Grundschüler zurück
Leon SchröderBundesjugendspiele kehren mit Wettbewerbscharakter für Grundschüler zurück
Grundschulen in Deutschland führen bald wieder Wettbewerbe für jüngere Schüler ein
Die Rückkehr der leistungsorientierten Wettkämpfe bei den Bundesjugendspielen steht bevor. Eine entsprechende Resolution zum neuen Format soll noch heute in München verabschiedet werden. Der Vorstoß folgt Forderungen der Bildungsminister, die wieder mehr Wert auf Leistung in den Schulen legen wollen.
Bundesbildungsministerin Karin Prien setzt sich seit Langem für eine stärkere Betonung des Leistungsgedankens ein. Sie hat sich für die Wiedereinführung eines echten Wettbewerbscharakters bei den Bundesjugendspielen eingesetzt, der ab dem nächsten Schuljahr für Dritt- und Viertklässler in den Disziplinen Leichtathletik und Schwimmen gelten soll.
Baden-Württemberg bereitet bereits verbindliche Regelungen für alle Schulen im Land vor. Leichtathletik- und Schwimmwettbewerbe werden künftig wieder präzise gemessen, die Ergebnisse detailliert erfasst. Statt der bisherigen Teilnahmeurkunde gibt es dann Diplome mit Gold-, Silber- und Bronzestufen – vergeben nach exakten Punktzahlen.
Auch andere Bundesländer unterstützen die Neuausrichtung. Sachsens Bildungsminister Conrad Clemens betonte, dass Schulsportwettkämpfe dazu beiträgen, künftige Olympioniken zu fördern. Hessens Bildungsminister Armin Schwarz begrüßte ebenfalls den Schritt hin zu einem stärker wettbewerbsorientierten System.
Die Kultusministerkonferenz (KMK) wird die Entscheidung heute offiziell besiegeln. Den Schulen bleibt es überlassen, ob sie das traditionelle Wettbewerbsformat für die jüngeren Jahrgänge übernehmen. Ziel der Änderung ist es, präzise Leistungsmessungen in Disziplinen wie Sprint oder Weitsprung wieder einzuführen.






