11 April 2026, 14:07

Bundeselternrat fordert Schüler-ID gegen Bürokratie-Chaos bei Umzügen

Altes deutsches Regierungszertifikat mit handgeschriebenem Text und einem Logo oben.

Bundeselternrat fordert Schüler-ID gegen Bürokratie-Chaos bei Umzügen

Bundeselternrat drängt auf bundesweite Schüler-Identifikationsnummer zur Lösung langjähriger Probleme bei Schulwechseln

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Der Bundeselternrat setzt sich für die Einführung einer bundesweiten Schüler-Identifikationsnummer ein, um die seit langem bestehenden Schwierigkeiten bei Schulübergängen zwischen den Bundesländern zu beheben. Derzeit sehen sich Familien, die innerhalb Deutschlands umziehen, mit Verzögerungen und bürokratischen Hürden konfrontiert, wenn es um die Weitergabe von schulischen Unterlagen geht. Der Rat argumentiert, dass diese Probleme dazu führen, dass Kinder wochen- oder sogar monatelang ohne die notwendige Förderung auskommen müssen.

Der Aufruf nach einer einheitlichen Schüler-ID erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Probleme mit inkompatiblen IT-Systemen in den 16 Bundesländern. Bei einem Umzug können Schulen oft nicht auf die bisherigen Leistungsdaten zugreifen, sodass besondere Förderbedarfe neu geprüft oder Anträge auf Nachteilsausgleiche erneut gestellt werden müssen. Anne-Karin Schaffrath, Vorsitzende des Ausschusses für weiterführende und Mittelschulen im Bundeselternrat, bezeichnete das aktuelle System als veraltet und die bundesweite ID als "längst überfällig".

Die geplante Identifikationsnummer würde eine standardisierte Methode schaffen, um schulische Laufbahnen länderübergreifend zu dokumentieren. Dadurch ließe sich der Zugriff auf Unterlagen vereinfachen und Verwerfungen vermeiden, wenn Schülerinnen und Schüler die Schule wechseln. Die Vision des Rates sieht vor, die ID auch als Grundlage für die Nachverfolgung des Bildungsfortschritts zu nutzen – um sicherzustellen, dass kein Kind aufgrund administrativer Lücken den Anschluss verliert.

Aktuell werden schulische Daten nicht systematisch zwischen den Bundesländern ausgetauscht. Diese mangelnde Abstimmung führt zu wiederholten Begutachtungen, verlorenen Akten und unnötigen Verzögerungen für Schülerinnen und Schüler, die besondere Unterstützung benötigen.

Der Bundeselternrat betont, dass eine einheitliche Schüler-ID bürokratische Hindernisse abbauen und Datenlücken schließen würde. Schulen hätten sofortigen Zugriff auf die relevanten Unterlagen, wodurch Wartezeiten für Fördermaßnahmen verkürzt würden. Ohne diese Reform werden Kinder, die über Landesgrenzen hinweg umziehen, auch weiterhin unnötige Rückschläge in ihrer schulischen Laufbahn erleben.

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