Buchhandlung in Bremen tauscht Provokation gegen Minister-Zitate aus
Leon SchröderBuchhandlung in Bremen tauscht Provokation gegen Minister-Zitate aus
Die Buchhandlung Golden Shop in Bremen steht im Mittelpunkt einer öffentlichen Kontroverse. An ihrer Fassade prangte einst ein umstrittenes Motto, das zu Ermittlungen des Verfassungsschutzes führte. Nun hat der Laden seine Außenfront mit Zitaten des Kulturministers Wolfram Weimer neu gestaltet.
Sechs Personen hatten ein großes Stofftransparent an der Giebelwand der Buchhandlung angebracht. Darauf stand „Deutschland verrecke bitte“ – ein Spruch, der Weimer auf den Plan rief. Daraufhin veranlasste er eine Prüfung des Ladens wegen der möglichen Implikationen des Slogans.
Mittlerweile ist das Transparent entfernt. Im Schaufenster thront nun ein übergroßes Porträt Weimers, umgeben von seinen veröffentlichten Werken. Die Fassade zieren handschriftliche Zitate des Ministers – allesamt als verfassungskonform eingestuft.
Inhaberin Ausma Zvidrina bestätigte, dass der Laden Weimers Bücher nicht führen werde. Auf die Frage, ob die Neugestaltung eine Distanzierung von linksextremen Positionen bedeute, antwortete sie mit Gelächter. Zudem schloss Weimer die Buchhandlung vom Deutschen Buchhandlungspreis 2026 aus.
Die neuen Dekorationen ersetzen den alten Spruch durch Weimers eigene Worte. Die Entscheidung, den Laden von der Auszeichnung auszuschließen, folgt auf die vorherige Debatte. Die Haltung der Inhaberin zu Weimers Werken bleibt unverändert.






