Breitachklamm: Wie rücksichtslose Touristen die Naturwunder bei Oberstdorf gefährden
Mia KochBreitachklamm: Wie rücksichtslose Touristen die Naturwunder bei Oberstdorf gefährden
Breitachklamm: Spektakuläre Schlucht bei Oberstdorf leidet unter rücksichtslosen Besuchern
Die beeindruckende Breitachklamm, eine 150 Meter tiefe Schlucht in der Nähe von Oberstdorf, sieht sich in letzter Zeit mit Vorfällen von Fehlverhalten seitens der Besucher konfrontiert. Im Januar 2026 wurden zwei Kinder dabei beobachtet, wie sie Eiszapfen abbrachen und diese auf empfindliche Eisformationen warfen. Die vor rund 10.000 Jahren durch einen zurückweichenden Gletscher geformte Klamm zieht jedes Jahr tausende Wintertouristen an.
Dominik Fritz, der Betriebsleiter der Breitachklamm, bestätigte die durch die Kinder verursachten Schäden. Er bezeichnete den Vorfall als bedauerlich, betonte jedoch, dass solches Verhalten nicht nur bei jungen Besuchern zu beobachten sei. Das Personal überwache das Gelände und greife ein, sobald übermäßige Beschädigungen der Eisskulpturen drohten.
Die Klamm, die von Oberstdorf-Tiefenbach und dem Kleinwalsertal aus zugänglich ist, erhebt Eintrittsgelder in Höhe von 9 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder. Allein im Januar 2026 lockte sie über 20.000 Besucher an – angezogen von den dramatischen Kalksteinfelsen und den gewundenen Pfaden. Mehrere Rundwege verbinden die Klamm mit Höhenwegen rund um den Breitach und den Engenkopf.
In den sozialen Medien kritisierte ein Reddit-Nutzer das rücksichtslose Verhalten einiger Gäste und wies auf wachsende Bedenken hin, den natürlichen Zauber der Schlucht zu bewahren. Die Eltern der beteiligten Kinder griffen während des Vorfalls nicht ein.
Trotz der jüngsten Zwischenfälle bleibt die Breitachklamm ein beliebtes Ausflugsziel. Doch die Ereignisse werfen Fragen nach dem Verhalten der Besucher auf. Das Personal überwacht die Anlage weiterhin und schreitet bei Bedarf ein, um die fragilen Eisstrukturen zu schützen. Bisher hat die Klamm-Verwaltung jedoch noch keine weiteren Maßnahmen angekündigt, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern.