Brandenburgs neue Koalition: SPD und CDU formen umstrukturiertes Kabinett nach BSW-Bruch
Mia KochBrandenburgs neue Koalition: SPD und CDU formen umstrukturiertes Kabinett nach BSW-Bruch
Brandenburgs Landesregierung wird nach dem Scheitern der SPD-BSW-Koalition im Januar umgebildet. Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) hat sich nun an die CDU gewandt, um eine neue Partnerschaft zu schmieden – mit Folgen für zentrale Ministerposten.
Den Anstoß gab Britta Müller, bisherige Gesundheitsministerin des Landes, die zunächst ihren Austritt aus der BSW begründete: Sie wolle sich auf ihre Amtsgeschäfte konzentrieren, trat kurz darauf jedoch vollständig von ihrem Posten zurück. Ihr Rückzug folgte auf das Zerbrechen der alten Koalition, das Woidke zwang, nach einer alternativen Bündnisoption zu suchen.
René Wilke, bisher Innenminister Brandenburgs, übernimmt künftig eine erweiterte Rolle. In der neuen SPD-CDU-Regierung wird er ein zusammengelegtes "Superministerium" leiten, das die Ressorts Arbeit, Soziales, Gesundheit und Migration bündelt. Diese Zusammenlegung ist Teil umfassender Kabinettsanpassungen.
Unterdessen steigt Daniel Keller (SPD) zum neuen Finanzminister auf. Die personellen Wechsel spiegeln die Neuverteilung der Zuständigkeiten wider, während sich die Koalition formiert.
Noch vor ihrem Abschied hatte sich Müller engagiert für soziale Belange eingesetzt. Im März 2025 unterstützte sie die kostenlose Nutzung von Notfalldiensten, darunter die Rufnummer 112. Ein Jahr später plädierte sie im Bundesrat für den Erhalt eines funktionsfähigen Sozialstaats.
Die neue Koalition markiert einen Wandel in Brandenburgs politischer Landschaft. Wilkes erweitertes Ministerium und Kellers Berufung zum Finanzressort deuten auf ein umstrukturiertes Kabinett unter dem SPD-CDU-Bündnis hin. Müllers Rückzug und die Neuordnung der Ämter folgen auf das Scheitern der Vorgängerregierung.






