BMW testet elektrischen Sattelauflieger – bis zu 48 % weniger Spritverbrauch im Güterverkehr
Mia KochBMW testet elektrischen Sattelauflieger – bis zu 48 % weniger Spritverbrauch im Güterverkehr
BMW Group Logistik testet elektrischen Sattelauflieger zur Senkung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen im Güterverkehr
In einer Testreihe hat die BMW Group Logistik einen batteriebetriebenen Sattelauflieger erprobt, um den Spritverbrauch und die Schadstoffemissionen im Frachttransport zu reduzieren. Die Versuche umfassten sowohl Diesel- als auch Elektro-Lkw in Kombination mit dem E-Auflieger – mit deutlichen Einsparungen. Die Ergebnisse deuten auf einen bedeutenden Fortschritt für eine umweltfreundlichere Logistik hin.
Die Tests erstreckten sich über kurze, mittlere und lange Strecken. In Verbindung mit einer dieselbetriebenen Zugmaschine senkte der elektrische Auflieger den Kraftstoffverbrauch auf kürzeren Fahrten um 46 Prozent. Auf längeren Distanzen betrug die Reduktion sogar 48 Prozent.
Der Akku des E-Aufliegers wurde ausschließlich mit erneuerbarer Energie betrieben. Dadurch ließen sich die CO₂-Emissionen um etwa 120 Tonnen pro Jahr verringern. Die Kombination aus elektrischem Auflieger und Elektro-Zugmaschine ermöglichte sogar völlig emissionsfreie Transporte – selbst über 600 Kilometer ohne Zwischenladung.
Unterdessen prüft die Europäische Kommission die Gewichtsgrenzen für emissionsfreie Lkw. Neue Vorschriften könnten es elektrischen oder wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen erlauben, unabhängig von der Antriebstechnologie bis zu zwei Tonnen schwerer zu sein. Diese Anpassung soll das zusätzliche Gewicht von Batterien und Brennstoffzellen ausgleichen.
Die Tests belegen, dass E-Auflieger den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen im Güterverkehr deutlich reduzieren können. Die Erkenntnisse der BMW Group Logistik sprechen für eine breitere Einführung solcher Technologien. Sollten die neuen Gewichtsregelungen in Kraft treten, könnte der Wandel hin zu einer emissionsfreien Logistik weiter beschleunigt werden.






