06 May 2026, 16:02

BMW-Chef fordert Ende des Handelsstreits zwischen USA und EU trotz neuer Zölle

Balkendiagramm, das die Anzahl der Elektrofahrzeuge in den Vereinigten Staaten mit der erhöhten installierten Kapazität von BMW zeigt, auf einem weißen Hintergrund.

BMW-Chef fordert Ende des Handelsstreits zwischen USA und EU trotz neuer Zölle

BMW-Aufsichtsratschef Nicolas Peter äußert sich zum Handelsstreit zwischen den USA und der EU

Nicolas Peter, der Vorsitzende des Aufsichtsrats von BMW, hat sich zum eskalierenden Handelskonflikt zwischen den USA und der Europäischen Union geäußert. Seine Stellungnahme erfolgt, nachdem US-Präsident Donald Trump die Zölle auf europäische Autoimporte von 15 auf 25 Prozent angehoben hat. Peter betont, dass beide Seiten trotz der aktuellen Spannungen mehr gemeinsame Interessen hätten, als die jüngsten Auseinandersetzungen vermuten ließen.

Trotz der Handelsreibereien sprach Peter auch über die Zukunft der Elektromobilität und sagte voraus, dass sich die Nachfrage der Verbraucher bis 2035 grundlegend wandeln werde.

Der aktuelle Zollstreit hatte begonnen, als Trump der EU vorwarf, ihren Handelspflichten nicht nachzukommen. Als Reaktion erhöhte er die Abgaben auf europäische Fahrzeuge um zehn Prozentpunkte. Peter jedoch besteht darauf, dass die EU ihre Verpflichtungen aus dem bestehenden Abkommen weiterhin erfüllen müsse.

Er forderte eine zügige Ratifizierung des Handelsabkommens und rief sowohl die USA als auch die EU auf, den Konflikt schnell beizulegen. Nach Peters Ansicht würde eine vertiefte Zusammenarbeit beiden Seiten des Atlantiks wirtschaftliche Vorteile bringen.

Zur Elektromobilität prognostizierte Peter, dass bis 2035 mehr als die Hälfte der Kunden rein batteriebetriebene Fahrzeuge bevorzugen werde. Zudem wies er darauf hin, dass die aktuellen EU-Vorschriften nach diesem Jahr effektiv ein Verbot für neue Verbrennerfahrzeuge bedeuten würden. Gleichzeitig wies er die Vorstellung zurück, dass allein steigende Spritpreise den Wandel beschleunigen würden.

Stattdessen schlug Peter eine strengere Überwachung von Plug-in-Hybriden vor, um sicherzustellen, dass diese häufiger im Elektromodus betrieben werden. Seine Äußerungen unterstreichen sowohl die wirtschaftlichen Spannungen zwischen den großen Handelspartnern als auch den rasanten Wandel in der Automobiltechnologie.

Peters Aussagen verdeutlichen die Notwendigkeit eines Kompromisses im US-EU-Handelsstreit, während sie gleichzeitig auf eine Zukunft hindeuten, die von Elektrofahrzeugen geprägt sein wird. Die 25-prozentigen Zölle auf europäische Autos bleiben vorerst bestehen, doch sein Appell zur Ratifizierung des Abkommens könnte einen möglichen Weg aus der Krise weisen. Unterdessen bereitet sich die Automobilbranche auf strengere Emissionsvorgaben und veränderte Verbraucherwünsche vor.

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