18 June 2026, 06:03

BMW baut sein globales Ersatzteilnetz massiv aus – mit riesigen Logistikzentren

Ein nachgelagertes Netzwerk neu aufgebaut für eine schnelle Reaktionsfähigkeit bei BMW

BMW baut sein globales Ersatzteilnetz massiv aus – mit riesigen Logistikzentren

Die BMW Group baut ihr globales Ersatzteil-Vertriebsnetz kontinuierlich aus und strukturiert es um. Das Unternehmen verwaltet heute rund 400.000 verschiedene Teilenummern, wobei die Nachfrage insbesondere in Asien und Nordamerika stetig wächst. Zu den Aktivitäten zählen große Lagerzentren und regionale Verteilstandorte, die Effizienz und Servicequalität steigern sollen.

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Ende der 1990er-Jahre umfasste das Sortiment noch etwa 165.000 Teilenummern, doch bis 2005 stieg diese Zahl auf 240.000 an – getrieben durch wachsende Absatzzahlen und eine größere Modellvielfalt, die auch den Bedarf im Aftermarket-Segment erhöhten. Heute fungiert das Dynamics Centre im bayerischen Dingolfing als zentrale Drehscheibe für den Empfang und die Lagerung nahezu aller BMW-Teile. Unterstützt wird es von weiteren Standorten, die gemeinsam die Zentrale Teilauslieferung (ZTA) für die globale Distribution bilden.

Das ZTA-Netz wurde um neue Einrichtungen erweitert. In Bruckberg, nahe dem Flughafen München, lagert ein Zentrum selten bestellte Teile – etwa zwei Drittel aller Teilenummern. Ein weiterer Standort in Wallersdorf umfasst auf 49.000 Quadratmetern den zentralen Wareneingang, während ein größeres Logistikzentrum mit 178.000 Quadratmetern für hochfrequentierte und schnelldrehende Teile zuständig ist.

Auch die Regionalen Verteilzentren (RDCs) sind gewachsen. Ein 70.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum in Kleinaitingen bei Augsburg beliefert mittlerweile rund 300 Händler in Süddeutschland. In Südkorea ging kürzlich ein neues RDC mit 57.000 Quadratmetern in Anseong in Betrieb, um die steigende Importnachfrage zu bedienen – jährlich werden von dort etwa zwei Millionen Teile ausgeliefert.

In den vergangenen zwei Jahren hat die Aftermarket-Sparte von BMW ihre ZTA- und RDC-Strukturen neu organisiert. Ziel ist es, kundenorientiertere Lieferketten zu schaffen, Lieferzeiten zu verkürzen, Kosten zu senken und die Nachhaltigkeit zu verbessern. Da BMW Ersatzteile oft 15 Jahre oder länger vorrätig hält, sind erhebliche Lagerflächen und Transportkapazitäten über verschiedene Regionen hinweg erforderlich.

Das Unternehmen strebt eine Verfügbarkeit von über 95 Prozent bei Service-Teilen für Händlerbestellungen an. In vielen Märkten ist die Lieferung über Nacht Standard, in einigen Ländern erhalten Werkstätten sogar bis zu drei Lieferungen pro Tag. Diese Maßnahmen unterstreichen das Ziel von BMW, weltweit eine zuverlässige und effiziente Teileversorgung sicherzustellen.

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