19 June 2026, 10:02

BMW-Aktionäre fordern mehr Tempo bei der Entwicklung von Elektroautos

BMW: Aktionäre fordern höhere Innovationsgeschwindigkeit

BMW-Aktionäre fordern mehr Tempo bei der Entwicklung von Elektroautos

BMW sieht sich auf Hauptversammlung mit Fragen zu Fortschritten bei der E-Mobilität konfrontiert

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Auf der diesjährigen Hauptversammlung von BMW mussten sich die Verantwortlichen Fragen der Aktionäre zur Entwicklung im Bereich der elektrischen Antriebe stellen. Das Unternehmen bekräftigte zwar sein Engagement für nachhaltige Antriebstechnologien, ging aber auch auf weitere zentrale geschäftliche Themen ein.

Kritik kam vonseiten der Aktionäre wegen des als zu langsam empfundenen Tempos bei der Entwicklung von Elektrofahrzeugen. Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) warf dem Konzern vor, in diesem Bereich nachzulassen, und warnte vor einem Rückstand im Wettbewerb. Vorstandschef Harald Krüger bezeichnete den Wandel hin zur E-Mobilität als „Marathon“ und betonte erneut, dass dies absolute Priorität genieße.

Ein weiteres Thema war die langjährige Bestellung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG. Einige Anleger hinterfragten deren Neutralität und suchten Bestätigung für die Unabhängigkeit der Prüfung.

Auch die Geschäftsentwicklung stand auf der Tagesordnung. Diesel-Fahrzeuge machten im ersten Quartal 37 Prozent der BMW-Verkäufe aus – mit einem leichten Rückgang in Europa, aber einem starken Anteil von 64 Prozent in Deutschland. Krüger verwies darauf, dass der US-Neuwagenmarkt weiterhin robust bleibe, gestützt durch solide Wirtschaftsdaten.

Bei den personellen Veränderungen wird Dr. Heinrich Hiesinger in den Aufsichtsrat eintreten. Er folgt auf Professor Henning Kagermann, der nach Erreichen der Altersgrenze von 70 Jahren ausschied. Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Reithofer ergänzte, die Vergütung des Vorstands sei auf 10 Millionen Euro gedeckelt worden – ein Limit, das bisher nie erreicht wurde. Trotz möglicher US-Zölle gebe es keine Änderungen für das neue Werk in Mexiko. Zudem teilte Krüger mit, dass der Carsharing-Dienst DriveNow nun profitabel arbeite.

Trotz der Bedenken der Aktionäre bleibt BMW auf seine E-Mobilitätsstrategie fokussiert. Das Unternehmen hat zudem Themen wie Unternehmensführung, Marktperformance und operative Updates behandelt. Kurzfristige Anpassungen bei der Vorstandsvergütung oder dem Mexiko-Werk sind nicht vorgesehen.

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