18 June 2026, 20:01

Bayreuther Festspiele und Michel Friedman legen Streit nach Absage bei

Friedman spricht doch in Bayreuth

Bayreuther Festspiele und Michel Friedman legen Streit nach Absage bei

Die Bayreuther Festspiele haben einen Streit mit dem Journalisten Michel Friedman beigelegt, nachdem dessen geplanter Auftritt im Juni abgesagt worden war. Katharina Wagner, die Urenkelin Richard Wagners, entschuldigte sich für die Absage, und Friedman hat nun ihre Einladung angenommen, bei der Veranstaltung zu sprechen.

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Die ursprüngliche Absage im Juni war auf Sicherheitsbedenken zurückzuführen. Wagner hatte Friedman in einem persönlichen Brief sowie in einem Telefonat kontaktiert; Auszüge aus dem Schreiben wurden später mit ihrer Zustimmung veröffentlicht. Friedman war ursprünglich eingeladen worden, um über Richard Wagners Antisemitismus und die historischen Verbindungen der Familie zum NS-Regime zu diskutieren – ein Thema, das im Rahmen der 150-Jahr-Feier des Festivals behandelt werden sollte.

Das ebenfalls verschobene Gedenkkonzert wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Die Einnahmen daraus sollen Stipendien für junge israelische Musiker finanzieren. Der Titel der Veranstaltung könnte vor der Durchführung noch angepasst werden.

Die musikalische Leitung der Festspiele bleibt weiterhin unklar. Der ursprünglich vorgesehene Dirigent Christian Thielemann steht aufgrund von Terminüberschneidungen nicht mehr zur Verfügung.

Friedman wird nun wie geplant bei den Festspielen sprechen. Das nachgeholte Gedenkkonzert wird Bildungsmöglichkeiten für israelische Musiker fördern. Die Festspiele setzen sich unterdessen mit ihren historischen und künstlerischen Herausforderungen auseinander – kurz vor dem Jubiläum.

Quelle