Bayerns Wohnungsbau erwacht: Erster Anstieg der Baugenehmigungen seit drei Jahren
Lotta SchneiderMehr neue Wohnungen in Bayern genehmigt - Bayerns Wohnungsbau erwacht: Erster Anstieg der Baugenehmigungen seit drei Jahren
FC Bayern München verzeichnet ersten Anstieg bei Baugenehmigungen für Wohngebäude seit drei Jahren
Im Jahr 2025 stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen in Bayern erstmals seit drei Jahren wieder an – um 5,1 Prozent auf insgesamt 54.149 Einheiten. Damit endet eine mehrjährige Phase des Rückgangs, wobei sich die Entwicklung in den einzelnen Regionen deutlich unterschied.
Treiber des Wachstums waren vor allem Einfamilienhäuser, für die 11.665 Genehmigungen erteilt wurden. Auch bei Mehrfamilienhäusern gab es einen Zuwachs: Hier wurden 26.824 Wohneinheiten genehmigt – 835 mehr als im Vorjahr. Studentenwohnheime und Wohngemeinschaften folgten diesem Trend und stiegen um 568 auf 2.756 Einheiten.
Nicht alle Wohnformen profitierten jedoch von der positiven Entwicklung. Bei Zweifamilienhäusern gingen die Genehmigungen um 288 zurück, auf nunmehr 3.052 Einheiten. Zudem zeigten sich starke regionale Unterschiede: Mittelfranken verzeichnete mit einem Plus von 42 Prozent den stärksten Anstieg, während Südbayern hinterherhinkte. Oberbayern verbuchte ein Minus von 9,4 Prozent, Schwaben sogar einen Rückgang um 9,9 Prozent.
Insgesamt schnitten die Landkreise besser ab als die Großstädte. In den Landkreisen stiegen die Genehmigungen um 7,7 Prozent auf 36.713, während die fünf größten Städte – München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Würzburg – einen Rückgang von 5,3 Prozent verzeichneten. Die Gesamtzahl für 2025 bleibt damit deutlich unter dem Niveau von 2021, als noch 80.344 Wohneinheiten genehmigt worden waren.
Die Zahlen für 2025 zeichnen ein gemischtes Bild des bayerischen Wohnungsmarkts. Zwar führten Ein- und Mehrfamilienhäuser die Erholung an, doch einige Regionen und Wohnformen hinkten weiter hinterher. Der insgesamt bescheidene Anstieg markiert dennoch das Ende eines dreijährigen Abwärtstrends bei der Bautätigkeit.