16 February 2026, 12:03

Bayerns Windkraft-Ziele: Warum manche Regionen schon 18 Prozent schaffen – andere nicht

Ein Diagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Dateninformationen bereitstellt.

Jedes dritte Planungsgebiet hat keinen Platz für Windkraftanlagen - Bayerns Windkraft-Ziele: Warum manche Regionen schon 18 Prozent schaffen – andere nicht

Bayern treibt den Ausbau der Windenergie voran, doch der Fortschritt verläuft im Freistaat ungleich. Mehr als die Hälfte der Planungsverbände hat in den letzten drei Jahren neue Windenergiezonen ausgewiesen. Doch bis 2032 muss die Region 18 Prozent ihrer Fläche für Windkraft reservieren – ein Ziel, das viele Gebiete nur schwer erreichen werden.

Die bayerische Staatsregierung hat klare Fristen für den Windenergieausbau gesetzt. Bis Ende 2027 muss jede der 18 Planungsregionen des Landes mindestens 11 Prozent ihrer Fläche für Windräder vorsehen. Die endgültige Entscheidung über die Standortvergabe liegt bei den regionalen Planungsverbänden.

Einige Regionen haben das Ziel für 2032 von 18 Prozent bereits erreicht oder übertroffen. Gebiete wie Bayerischer Untermain, Würzburg und Augsburg erfüllen die Vorgabe oder liegen sogar darüber. Regensburg führt mit 19 Prozent, während Landshut, München und Donau-Iller die 18-Prozent-Marke erreicht haben.

Andere hinken jedoch deutlich hinterher. Ingolstadt, Nürnberg, Donau-Wald, Allgäu und Oberland verfügen über weniger als 18 Prozent potenzieller Flächen. Südostbayern weist mit nur 13 Prozent die geringste Kapazität auf. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger räumte ein, dass es schwierig bleibe, den Ausbau mit lokalen Belangen in Einklang zu bringen.

Aktuelle Zahlen zeigen, dass jedes dritte Planungsgebiet die gesetzlichen Vorgaben verfehlen wird. Trotz Fortschritten sorgt die ungleiche Verteilung dafür, dass einige Regionen vor schwierigen Entscheidungen stehen.

Bayerns Windenergie-Offensive kommt voran, doch die Unterschiede zwischen den Regionen bleiben bestehen. Während einige ihre Ziele bereits erfüllt haben, müssen andere die Planung beschleunigen, um nicht ins Hintertreffen zu geraten. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob der Freistaat seine Verpflichtungen bis 2032 erfüllen kann.