08 May 2026, 10:03

Bayerns Schulen kämpfen mit digitaler Ungleichheit – nur jede vierte Klasse gut ausgestattet

Kinder sitzen an Tischen und nutzen Tablets in einem Klassenzimmer mit Erwachsenen in der Nähe, ein Banner und ein Plakat an der Wand.

Bayerns Schulen kämpfen mit digitaler Ungleichheit – nur jede vierte Klasse gut ausgestattet

Digitales Lernen an bayerischen Schulen bleibt ungleich – viele Klassenzimmer noch ohne Grundausstattung

Aktuelle Zahlen zeigen, dass weniger als jede vierte Klasse an Gymnasien, Mittelschulen und Realschulen in Bayern über die notwendige digitale Ausstattung verfügt. Die Staatsregierung hat nun Pläne vorgelegt, um den Zugang in den nächsten vier Jahren zu verbessern.

Stand Ende 2024 sind lediglich 2.393 von rund 10.000 Gymnasialklassen in Bayern mit digitalen Geräten ausgestattet – das entspricht weniger als 25 Prozent. An Realschulen sieht es ähnlich aus: Hier verfügen nur 1.952 von etwa 8.500 Klassen (23 Prozent) über die entsprechende Technik. Mittelschulen sind noch schlechter aufgestellt – lediglich 1.967 von rund 10.200 Klassen (19,28 Prozent) sind ausgerüstet. Berufliche Wirtschaftsschulen schneiden am schlechtesten ab: Nur 116 von etwa 800 Klassen (14,5 Prozent) verfügen über digitale Arbeitsmittel.

Bildungsministerin Anna Stolz betont die Initiative „Digitale Schule der Zukunft“ des Freistaats. Ziel ist es, bis 2028 jedes Schülers und jede Schülerin an weiterführenden Schulen mit einem mobilen Endgerät auszustatten. Ab Januar soll ein neues Fördermodell – die „dynamische Pro-Kopf-Pauschale“ – Wartung und Instandhaltung der bestehenden Technik finanzieren.

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Kritik kommt von der Opposition. Die SPD hält die aktuellen 350 Euro Zuschuss pro Gerät für unzureichend, da zusätzliche Kosten für Software und digitale Werkzeuge anfallen. Die Partei fordert eine gesetzliche Garantie für kostenlose Tablets für alle bayerischen Schülerinnen und Schüler. Die Grünen bestehen darauf, dass jedes Schulkind die Geräte und Ressourcen erhalten muss, die für digitalen Unterricht notwendig sind.

Die bayerische Staatsregierung strebt bis 2028 eine vollständige 1:1-Ausstattung an weiterführenden Schulen an. Die neuen Fördergelder sollen die Technik wartbar halten, doch bleiben Bedenken hinsichtlich der Finanzierung und des Tempos der Umsetzung. Bis dahin arbeiten die meisten Klassenzimmer noch ohne die digitalen Werkzeuge, die für eine moderne Bildung unerlässlich sind.

Quelle