18 February 2026, 10:03

Bayerns Heizungslandschaft: Wo Biomasse Gas überholt und alte Anlagen dominieren

Ein Raum voller verschiedener Holzöfen, beleuchtet von Deckenlampen und umgeben von Glaswänden.

Halb Bayerns Kamine werden mit Biomasse beheizt - Bayerns Heizungslandschaft: Wo Biomasse Gas überholt und alte Anlagen dominieren

Neue Auswertung von Heizungsanlagen in Bayern zeigt deutliche regionale Unterschiede beim Energieverbrauch

Während Gas in weiten Teilen des Freistaats eine gängige Wahl bleibt, dominiert in einigen Regionen Biomasse. Die Daten offenbaren zudem das hohe Alter vieler Heizsysteme sowie die Vielfalt der verwendeten Brennstoffe.

Bayernweit sind fast 3,2 Millionen Zentralheizungen und rund 3,3 Millionen Einzelraumheizungen in Betrieb. Im Durchschnitt sind diese Anlagen 18 Jahre alt. Mit 26,3 Prozent aller Heizsysteme ist Gas eine bedeutende, aber nicht vorherrschende Energiequelle.

Regionale Unterschiede prägen das Bild In Niederbayern liegt Biomasse klar vorn: 59,1 Prozent der Heizungen werden mit Holz, Hackschnitzeln oder Pellets betrieben. Gas spielt dort mit nur 13,9 Prozent eine untergeordnete Rolle. In Mittelfranken hingegen setzt man stärker auf Gas, das 35,2 Prozent der Heizsysteme antreibt.

Biomasse führt, Öl und Wärmepumpen folgen Landesweit nutzt fast die Hälfte aller Heizungen Biomasse. Heizöl folgt mit 21,5 Prozent. Auch klassische Wärmepumpen – die nicht zu den verbrennungsbasierten Systemen zählen – sind im Mix vertreten.

Die aktuellen Zahlen zeigen eine vielschichtige Heizungslandschaft in Bayern: Während Biomasse in einigen Regionen dominiert, ist Gas anderswo weiter verbreitet. Viele Anlagen sind älter als der bayerische Durchschnitt von 18 Jahren. Die Daten enthalten keine Aktualisierungen zum Holz- oder Pelletverbrauch seit der letzten Erhebung des Bayerischen Landesamts für Statistik.