Bayern beschleunigt Solarausbau mit neuen Regeln für Freiflächenanlagen
Bayern hat seine Vorschriften für Freiflächen-Solaranlagen überarbeitet, um deren Ausbau zu beschleunigen. Die neuen Regelungen vereinfachen die Ausgleichsmaßnahmen und erleichtern so den Bau von Photovoltaik(PV)-Anlagen. Diese Änderung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Freistaat die größte Solaroffensive Deutschlands vorantreibt.
Die Diskussionen über eine Lockerung der Bestimmungen begannen bereits im Sommer 2020. Damals hatten die regierenden CSU- und Freie-Wähler-Fraktionen im Agrarausschuss entsprechende Änderungen vorgeschlagen. Bisher mussten Betreiber von Solarparks ökologische Ausgleichsmaßnahmen außerhalb ihrer Flächen finanzieren – was zu Verzögerungen und höheren Kosten führte.
Das bayerische Kabinett hat nun die überarbeiteten städtebaulichen Vorschriften finalisiert und veröffentlicht. Diese unterteilen Freiflächen-PV-Anlagen in zwei Kategorien: Erfüllen die Projekte bestimmte Kriterien – etwa zur Flächenklassifizierung und Installationsstandards –, entfällt der zusätzliche Ausgleich. Andernfalls gilt weiterhin eine 10-prozentige Ausgleichsregelung.
Bauminister Christian Bernreiter begrüßt das vereinfachte Verfahren. Seiner Ansicht nach tragen schnellere Genehmigungen dazu bei, dass Bayern seine Führungsrolle beim Solarausbau behält. Die neuen Regeln legen klar fest, wann Projekte auf zusätzliche Umweltauflagen verzichten können, und reduzieren so den bürokratischen Aufwand für Entwickler.
Die aktualisierten Vorschriften beseitigen eine zentrale Hürde für viele Solarprojekte in Bayern. Entwickler können nun zügiger vorankommen – vorausgesetzt, ihre Anlagen erfüllen die festgelegten Bedingungen. Diese Anpassung steht im Einklang mit dem Ziel des Freistaats, den Ausbau erneuerbarer Energien weiter zu beschleunigen.






