09 June 2026, 14:02

Bayern bereitet sich auf 35.000 Unternehmensnachfolgen bis 2026 vor

Digitalisierung: Bayerischer Digitalminister Gerlach fordert Investitionen in die Staatsresilienz

Bayern bereitet sich auf 35.000 Unternehmensnachfolgen bis 2026 vor

Bayern rüstet sich für eine Welle von Unternehmensnachfolgen – bis 2026 sollen rund 35.000 Betriebe den Besitzer wechseln. Viele dieser Unternehmen setzen auf Digitalisierung als zentrales Werkzeug für den Übergangsprozess. Um diese Entwicklung zu unterstützen, hat der Freistaat eine Initiative ins Leben gerufen, die junge Unternehmer dabei begleiten soll, Betriebe zu übernehmen und zu modernisieren.

Das Programm NextGen4Bavaria wurde am 19. März 2022 vorgestellt, um Innovationen im starken Mittelstand Bayerns voranzutreiben. Initiiert von Digitalministerin Judith Gerlach, Steffi Czerny und Christian Mohr, konzentriert sich die Initiative darauf, junge Führungskräfte während des Eigentümerwechsels durch die digitale Transformation zu führen.

Gerlach übt seit Langem Kritik an der Digitalpolitik der Bundesregierung. Sie wirft Berlin vor, die versprochenen Bundesmittel für die Digitalisierung nicht bereitzustellen – und gefährdet damit Fortschritte. Zudem bemängelt sie das Fehlen eines eigenen Digitalministeriums auf Bundesebene sowie Verzögerungen bei Schlüsselforhaben wie Gaia-X und Open-Source-Projekten.

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Laut Gerlach sei eine kontinuierliche Investition in Zukunftstechnologien entscheidend für die Widerstandsfähigkeit von Staat und Wirtschaft. Ohne diese drohten Bayerns Bemühungen, die Wirtschaft zu modernisieren, unnötige Hürden.

Das NextGen4Bavaria-Programm zielt darauf ab, in den kommenden zwei Jahren Tausenden Betrieben einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen. Durch den Fokus auf Digitalisierung soll es jungen Unternehmern helfen, die Geschäftsaktivitäten aufrechtzuerhalten und langfristiges Wachstum zu sichern. Sein Erfolg könnte jedoch davon abhängen, ob der Bund die digitale Infrastruktur stärker fördert – und die notwendigen Mittel bereitstellt.

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