14 January 2026, 13:11

Bayern baut 2026 weitere 23 Bahnhöfe für Barrierefreiheit um

Eine detaillierte Stadtkarte, die eine Bahnroute von München nach Frankfurt hervorhebt, zeigt Haltepunkte, umliegende Gebiete und Text mit Informationen über die Länge des Zugs, die Entfernung und Sehenswürdigkeiten.

Wie Bayern bei barrierefreien Bahnhofen vorankommt - Bayern baut 2026 weitere 23 Bahnhöfe für Barrierefreiheit um

Bayern rüstet 2026 weitere 23 Bahnhöfe barrierefrei aus

Bis 2026 sollen in Bayern 23 Bahnhöfe für eine vollständige Barrierefreiheit umgebaut werden. Damit setzt das Land sein Vorhaben um, bis 2028 insgesamt 100 Stationen zu modernisieren und so allen Fahrgästen eine einfachere Reise zu ermöglichen. Rund 17 Millionen Euro fließen in das Projekt – eine Summe, die dem Investitionsvolumen des Vorjahres entspricht.

Aktuell sind von Bayerns 1.079 Bahnhöfen erst 561 barrierefrei – knapp mehr als die Hälfte. Während die meisten stark frequentierten Stationen bereits den Standards entsprechen, hinken ländliche und weniger genutzte Haltepunkte oft hinterher. Die für 2026 geplanten Sanierungen konzentrieren sich auf Niederbayern, Schwaben und die Oberpfalz, wo jeweils fünf Standorte aufgewertet werden. Oberbayern geht bei dieser Runde jedoch leer aus.

Bis Ende 2026 werden seit Beginn des Programms insgesamt 66 Bahnhöfe barrierefrei ausgebaut sein. 2024 wurden 18 Stationen modernisiert, 2025 folgen 15 weitere. Verkehrsminister Christian Bernreiter betonte, dass barrierefreie Zugänge nicht nur Rollstuhlfahrern, sondern auch Reisenden mit schwerem Gepäck oder Fahrrädern zugutekommen.

Das langfristige Ziel des Freistaats bleibt klar: Bereits 82 Prozent der Fahrgäste nutzen heute Bahnhöfe ohne Hindernisse. Um diesen Anteil weiter zu erhöhen, ist ein kontinuierlicher Ausbau in allen Regionen nötig – mit Ausnahme Oberbayerns, das in dieser Projektphase nicht berücksichtigt wird.

Die 17 Millionen Euro bringen Bayern einen Schritt näher an das Ziel von 100 barrierefreien Bahnhöfen bis 2028. Mit 66 modernisierten Stationen bis 2026 liegt der Fokus weiterhin auf ländlichen und bisher vernachlässigten Gebieten. Die Maßnahmen sollen Fahrten für ein breiteres Publikum komfortabler machen.