05 February 2026, 20:03

Bayerisches Bier in der Krise: Rekord-Einbruch 2025 erschüttert die Branche

Ein Plakat, das ein Bierfest in Deutschland ankündigt, zeigt eine Gruppe von Menschen mit Biergläsern und einem Fass im Hintergrund, mit deutschem Text unten.

Bayerische Brauer in Not - Empörung über 'Alkoholpolitik' - Bayerisches Bier in der Krise: Rekord-Einbruch 2025 erschüttert die Branche

Bayerische Bierbranche erlebt 2025 drastischen Einbruch

Die bayerische Bierindustrie verzeichnete 2025 einen deutlichen Rückgang: Die Gesamtverkäufe sanken um über fünf Prozent auf 22,5 Millionen Hektoliter. Der Einbruch ist auf schwächelnden Inlandskonsum und rückläufige Exporte zurückzuführen – die Zahl der Brauereien fiel erstmals unter 600. Branchenvertreter machen vor allem Gesundheitskampagnen und veränderte Trinkgewohnheiten für die Krise verantwortlich.

Schon seit Jahren sinken die Bierverkäufe in Bayern, doch 2025 verschärfte sich der Trend besonders stark. Während die Deutschen 1990 im Schnitt noch fast 143 Liter pro Kopf und Jahr tranken, lag der Verbrauch 2024 bei unter 90 Litern. Die Brauereien kämpfen zunehmend um ihre Zukunft.

Georg Schneider, Präsident des Bayerischen Brauerbundes, kritisierte Gesundheitsbehörden und Politiker scharf. Er warf ihnen vor, mit Kampagnen gegen maßvollen Alkoholkonsum eine "Hexenjagd auf Bier" zu betreiben. Besonders die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach machte er für die Förderung des "Dry January" verantwortlich – eine Initiative, die seiner Meinung nach faktisch zum Bierboykott aufrufe. Schneider betonte, solche Maßnahmen hätten dem Image der Branche schwer geschadet.

Auch die Exporte, einst ein wichtiger Ausgleich für den schwindenden Inlandsmarkt, bröckeln. Brauereien, die früher auf ausländische Absatzmärkte setzten, sehen sich nun mit nachlassendem globalem Interesse konfrontiert. Trotz der Herausforderungen zeigte sich Schneider – der 2025 von seinem Posten zurücktritt – vorsichtig optimistisch. Er verwies auf regionale Biere und alkoholfreie Alternativen als mögliche Wachstumsfelder für bayerische Produzenten.

Der Rückgang bei Verkäufen und Brauereischließungen markiert eine schwierige Phase für die bayerische Bierwirtschaft. Angesichts schrumpfender traditioneller Märkte setzt die Branche nun auf Innovation und Nischenprodukte, um die Zukunft zu sichern. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob diese Strategien die Talfahrt stoppen können.