15 January 2026, 08:13

Bayerische Zugspitzbahn setzt auf Nachhaltigkeit mit EMAS-Zertifikat und veganer Küche

Ein altes Buch mit einer detaillierten Karte von Bayern, die Städte, Ortschaften und geografische Merkmale zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Informationen bietet.

Bayerische Zugspitzbahn setzt auf Nachhaltigkeit mit EMAS-Zertifikat und veganer Küche

Die Bayerische Zugspitzbahn (BZB) ist Deutschlands erstes – und derzeit einziges – Seilbahnunternehmen, das das EMAS-Umweltzeichen erhalten hat. Die Zertifizierung würdigt das Engagement des Unternehmens für Nachhaltigkeit, wobei geplant ist, die ökologischen Bemühungen auf alle neun Restaurants und Betriebsbereiche auszuweiten. Ein zentrales Ziel besteht darin, bis 2026 die Hälfte aller servierten Gerichte vegan oder vegetarisch anzubieten, um die CO₂-Emissionen aus der Lebensmittelproduktion zu senken.

Die Nachhaltigkeitsinitiative der BZB umfasst mehrere Bereiche. Das Unternehmen stellt auf Großbestellungen um, um Abfall zu reduzieren, und verringert den Einsatz gefährlicher Stoffe in seinen Betriebsabläufen. Zudem werden Solaranlagen an den Aufzugssystemen installiert, und 2025 soll ein kleines Wasserkraftwerk in Betrieb genommen werden, das die Kreuzeckbahn im Sommer mit Strom versorgt.

Auch der Wasser- und Energieverbrauch wird überprüft. Durch automatische Wasserhähne, wasserlose Urinale und optimierte Beschneiungsanlagen soll der Wasserverbrauch gesenkt werden. Gleichzeitig soll der Stromverbrauch in den nächsten fünf Jahren um 10 % sinken, mit dem langfristigen Ziel, bis 2028 zu 100 % auf erneuerbare Energien umzustellen. Die Initiative wird von Marc Antaya geleitet, einem US-Amerikaner, der im Oktober 2024 zur BZB stieß. Geschäftsführer Anton Huber betonte die Bedeutung der kontinuierlichen Umweltbemühungen und bezeichnete die EMAS-Zertifizierung zwar als Meilenstein, unterstrich jedoch, dass anhaltendes Engagement entscheidend sei.

Zu den Nachhaltigkeitsmaßnahmen der BZB zählen die Erweiterung des pflanzlichen Speiseangebots, der Ausbau erneuerbarer Energiesysteme und die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs. Ob diese Veränderungen zu messbaren Einsparungen bei Emissionen und Verbrauch führen, wird sich an den Zielen für 2026 und 2028 zeigen. Die EMAS-Zertifizierung markiert einen Fortschritt, doch weitere Schritte sind nötig, um die langfristigen Ziele zu erreichen.