12 February 2026, 14:04

Bayerische Hotels kämpfen 2023 mit sinkenden Realgewinnen trotz Umsatzplus

Ein altes Buch mit dem Titel "American Hotel Bill of Fare aus 1862", das ein Gebäude auf dem Cover zeigt und die Angebote des Restaurants beschreibt.

Umsatz in der Gastronomiebranche steigt dank höherer Preise - Bayerische Hotels kämpfen 2023 mit sinkenden Realgewinnen trotz Umsatzplus

Bayerische Hotels und Gaststätten verzeichneten 2023 einen leichten Umsatzanstieg – doch die höheren Kosten fraßen die Gewinne fast vollständig auf. Zwar stiegen die Preise für Speisen, Getränke und Übernachtungen, doch nach Abzug der Inflation sank die reale Kaufkraft der Betriebe. Nur wenige Bereiche wie Campingplätze und Ferienwohnungen konnten im Vergleich zum Vorjahr ein echtes Wachstum verzeichnen.

Laut offiziellen Zahlen stieg der Umsatz in der bayerischen Hotellerie und Gastronomie 2023 um 2 Prozent. Inflationsbereinigt lag der reale Wert jedoch 1,4 Prozent niedriger als im Vorjahr. Der Anstieg war allein auf höhere Preise zurückzuführen – nicht auf mehr Gäste oder eine stärkere Nachfrage.

Die Betriebe hatten im vergangenen Jahr mit stark steigenden Kosten zu kämpfen: Löhne, Mieten, Energie und Lebensmittel wurden teurer und drückten die Gewinnmargen. Viele Unternehmen reagierten mit Preiserhöhungen, Personalabbau oder Kürzungen im Service, um über die Runden zu kommen.

Nicht alle Sparten waren gleichermaßen betroffen. Campingplätze, Ferienwohnungen und Catering-Dienstleister verzeichneten als einzige Bereiche ein reales Wachstum. Sie profitierten von einer stabilen Nachfrage und schnitten damit besser ab als klassische Hotels und Restaurants.

Die Zahlen zeigen: Für die bayerische Gastgewerbebranche war 2023 ein schwieriges Jahr. Trotz nominell höherer Umsätze standen viele Betriebe real schlechter da als zuvor. Angesichts weiter steigender Kosten müssen viele weiter an Preisen oder Abläufen schrauben, um überhaupt die Stabilität zu halten.