Bamberg startet Pilotprojekt für nachhaltige Energiegemeinschaften in der Nachbarschaft
Mia KochBamberg startet Pilotprojekt für nachhaltige Energiegemeinschaften in der Nachbarschaft
Bamberg beteiligt sich an neuem Forschungsprojekt für einfacheren Energietausch unter Anwohnern
Die Stadt Bamberg schließt sich einem neuen Forschungsvorhaben an, das Bürgern den gemeinsamen Austausch von Energie erleichtern soll. Unter dem Namen PIA („Plattform für intelligente Energieallianzen“) unterstützt die Initiative Nachbarn dabei, Strom untereinander zu teilen – und spart so Kosten sowie CO₂-Emissionen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und vereint Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft.
Im Mittelpunkt von PIA steht die Entwicklung digitaler Werkzeuge, die die Gründung und den Betrieb von Energiegemeinschaften vereinfachen. In solchen Gemeinschaften können Bürger lokal erzeugten Strom teilen, was Energie bezahlbarer und nachhaltiger macht. Die Stadt Bamberg arbeitet dabei mit der Energieagentur Oberfranken zusammen, um Interessierten Beratung und Unterstützung beim Beitritt oder der Gründung solcher Initiativen anzubieten.
Zudem werden im Projekt standardisierte Beteiligungsmodelle erarbeitet, die auf verschiedene Bedürfnisse und Rahmenbedingungen zugeschnitten sind. Forschungseinrichtungen und Branchenexperten – darunter das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), der Bürgerenergie-Verband und Es Geht! GmbH – gestalten die Konzepte auf Basis von Bürgerfeedback. Neben Bamberg sind auch Köln und Herzberg-Elster als Pilotstädte dabei. Zwar ist der rechtliche Rahmen für Energiegemeinschaften noch im Entstehen, doch erste Weichenstellungen wie § 42c des Energiewirtschaftsgesetzes bieten eine Grundlage. Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, kann sich für den Newsletter „Energiegemeinschaften“ anmelden oder an kommenden Veranstaltungen teilnehmen.
Ziel von PIA ist es, Hürden für Bürger abzubauen, die in ihrer Nachbarschaft Energie teilen möchten. Mit digitalen Lösungen und Fachberatung soll der Anreiz steigen, dieses kostensparende und umweltfreundliche Modell zu nutzen. Die nächsten Schritte hängen von weiteren rechtlichen Klarstellungen und der Einbindung der Bürger ab.