Bamberg kämpft gegen Wohnungsnot: Infostand klärt über Obdachlosigkeit auf
Lotta SchneiderBamberg kämpft gegen Wohnungsnot: Infostand klärt über Obdachlosigkeit auf
Bamberg richtet im September Infostand zu Wohnungsnot und Obdachlosigkeit ein
Im September findet in Bamberg ein öffentlicher Informationsstand zum Thema Wohnen und Obdachlosigkeit statt. Die Veranstaltung ist am Donnerstag, 11. September 2025, von 14 bis 17 Uhr auf der Unteren Brücke. Ziel der Organisatoren ist es, das Bewusstsein für Wohnungsnot zu schärfen und Betroffenen Unterstützung anzubieten.
Die gemeinsame Aktion ist Teil des bundesweiten Tags der Wohnungslosen. Die Stadt Bamberg, der Internationale Bund (IB) und die Begegnungsstätte "Menschen in Not" haben sich zusammengeschlossen, um den Stand zu betreiben. Fachleute stehen vor Ort Rede und Antwort, erklären lokale Hilfsangebote und beantworten Fragen der Bürgerinnen und Bürger.
Ein kleines Quiz soll auf interaktive Weise das Thema näherbringen. Auch Jonas Glüsenkamp, Sozialreferent und zweiter Bürgermeister, wird als direkter Ansprechpartner für die Bevölkerung vor Ort sein. Die Veranstaltung will Vorurteile abbauen und auf die vielfältigen Ursachen von Obdachlosigkeit aufmerksam machen – etwa Jobverlust, Krankheit oder familiäre Krisen.
In Deutschland hat die Obdachlosigkeit in den vergangenen Jahren zugenommen. Offizielle Zahlen zeigten 681.000 Menschen ohne sicheren Wohnraum im Jahr 2023, bis Mitte 2024 stieg die Zahl auf 760.000. Zwar sind regionale Daten begrenzt, doch Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Berlin verzeichneten 2025 besonders viele obdachlose Minderjährige.
Die Veranstalter rufen private Vermieter und Wohnungsunternehmen zur Mithilfe auf: Durch die Bereitstellung von Wohnraum können sie Menschen den Ausstieg aus der Obdachlosigkeit ermöglichen. Weitere Informationen gibt es per E-Mail beim Sozialreferat unter mario-christian.schmidt@our website.
Der Infostand bietet klare Hinweise zu Wohnhilfen und lokalen Angeboten und möchte die Bevölkerung zum Mitmachen motivieren, um der wachsenden Problematik zu begegnen. Wer nicht teilnehmen kann, findet auch über die städtischen Sozialdienste Rat und Unterstützung.






