Autofahren in Deutschland wird immer teurer – diese Kosten explodieren seit 2020
Lotta SchneiderAutofahren in Deutschland wird immer teurer – diese Kosten explodieren seit 2020
Autobesitz in Deutschland ist seit 2020 deutlich teurer geworden
Die Kosten für Autofahrer in Deutschland sind seit 2020 spürbar gestiegen – von Sprit und Versicherungen bis hin zu den Preisen für Neu- und Gebrauchtwagen. Während einige Elektromodelle nur moderate Preisanstiege verzeichneten, explodierten die Kosten für Verbrenner und laufende Ausgaben weit über der allgemeinen Inflationsrate.
Neuwagenpreise stiegen um bis zu 33 Prozent Zwischen 2020 und 2025 erhöhten sich die Preise für Neuwagen um bis zu 33 Prozent. Beliebte Modelle wie der Volkswagen Golf verteuerten sich in vier Varianten im Schnitt um 22,74 Prozent. Noch stärker betroffen war der familienfreundliche Touran, dessen Preise um ein Drittel stiegen.
Spritpreise belasten Haushalte zusätzlich Auch an der Zapfsäule wurde es teurer: Superbenzin kostete 2025 rund 33 Prozent mehr als 2020 – ein Aufschlag von 42 Cent pro Liter. Noch stärker stieg der Dieselpreis: um 43 Prozent im selben Zeitraum.
Elektroautos: Günstigere Gebrauchtwagen, teure Neuwagen Bei Elektrofahrzeugen (E-Autos) zeigt sich ein gemischtes Bild. Während sich Neuwagen wie der Volkswagen ID.3 oder der BMW i4 nur um etwa 4 Prozent verteuerten, brachen die Preise für gebrauchte E-Autos stark ein. Daten von AutoScout24 belegen einen Rückgang von über 40.000 Euro Anfang 2023 auf unter 30.000 Euro Ende 2024 – ein stärkerer Wertverlust als bei Benzinern oder Dieselmodellen. Dennoch blieben Neuwagen mit Elektroantrieb teurer als vergleichbare Verbrenner, auch wenn günstige Modelle wie der Dacia Spring (unter 20.000 Euro) bis Ende 2024 auf den Markt kamen.
Betriebskosten steigen weiter Auch die laufenden Kosten zogen an: Das Aufladen eines E-Autos zu Hause wurde 26 Prozent teurer, an Schnellladestationen stieg der Preis um 14,29 Prozent. Noch stärker legten die Versicherungsprämien für Privatkunden zu – um 43,6 Prozent zwischen 2020 und 2024, fast doppelt so stark wie die allgemeine Inflation in Deutschland (23 Prozent im selben Zeitraum).
Hybridmodelle und Ausblick: Geringere Preise für E-Neuwagen erwartet Hybridfahrzeuge wie der Toyota Corolla verteuerten sich um 14 bis 20 Prozent (im Schnitt 16,59 Prozent). Experten erwarten jedoch, dass die Preise für neue E-Autos zwischen 2025 und 2027 sinken werden – getrieben durch strengere EU-CO₂-Vorgaben.
Fazit: Autofahren wird immer teurer Die Kosten für Anschaffung und Unterhalt eines Autos in Deutschland sind seit 2020 stark gestiegen. Sprit, Versicherungen und Neuwagenpreise legten deutlich stärker zu als die allgemeine Inflation – mit den höchsten Steigerungen bei Diesel und Kfz-Versicherungen. Zwar verloren gebrauchte E-Autos schneller an Wert als Verbrenner, doch strengere Abgasregeln könnten die Preise für neue Elektroautos in den kommenden Jahren drücken.