19 June 2026, 02:02

Augsburger Forvia-Werk wird zum Militärfahrzeug-Standort für die Bundeswehr

Forvia verkauft Augsburger Werk an GDELS

Augsburger Forvia-Werk wird zum Militärfahrzeug-Standort für die Bundeswehr

Der französische Automobilzulieferer Forvia hat sich darauf verständigt, sein Werk in Augsburg an General Dynamics European Land Systems (GDELS) zu verkaufen. Die Entscheidung fällt im Rahmen einer Anpassung des Unternehmens an veränderte Marktbedingungen. Künftig soll der Standort auf die Produktion von Militärfahrzeugen für die Bundeswehr spezialisiert werden.

Das Augsburger Werk blickt auf eine lange Industriegeschichte zurück, die bis ins Jahr 1875 reicht. Bisher stellte es im Geschäftsbereich Clean Mobility von Forvia Abgasanlagen für Pkw und Nutzfahrzeuge her. Doch der Umstieg auf Elektromobilität hat die Nachfrage nach herkömmlichen Abgassystemen sinken lassen – ein Grund für den Verkauf.

GDELS plant, den Standort für Lösungen im Bereich militärische Mobilität umzuwidmen. Das Werk in Augsburg wird damit zum größten Fahrzeugproduktionsstandort des Unternehmens in Deutschland. Zudem soll es als Kompetenzzentrum für das EAGLE-Fahrzeugprogramm der Bundeswehr fungieren.

Das Unternehmen will das bestehende Know-how des Werks in Fahrzeugtechnik, Schweißarbeiten und der Kleinserienfertigung von Bauteilen nutzen. Viele der aktuellen Mitarbeiter sollen übernommen werden; Umschulungen sollen den Übergang zur militärischen Fertigung unterstützen.

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Der Verkauf steht im Einklang mit Forvias Strategie, sich auf die wachsende Bedeutung der Elektromobilität einzustellen. GDELS stärkt mit der Übernahme seine Präsenz in Deutschland. Die neue Ausrichtung des Werks kommt der steigenden Nachfrage nach geschützten Militärfahrzeugen entgegen.

Quelle