Audi und Volvo revolutionieren ihre Lieferketten für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit
Mia KochAudi und Volvo revolutionieren ihre Lieferketten für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit
Große Automobilhersteller gestalten ihre Lieferketten um, um die Produktion zu beschleunigen und die Kosten zu senken. Audi und Volvo haben neue Strategien eingeführt, die von digitalen Werkzeugen bis hin zu standardisierten Logistikprozessen reichen, um die Effizienz zu steigern. Diese Veränderungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsenden Drucks durch die Elektrifizierung und ambitionierte Nachhaltigkeitsziele der Branche.
Audi hat seine Planungsprozesse grundlegend überarbeitet, um schneller auf Herausforderungen wie den Halbleitermangel reagieren zu können. Produktionspläne werden nun wöchentlich statt monatlich aktualisiert. Das Unternehmen muss zudem 11 Billionen mögliche Einsatzmöglichkeiten für jeden Halbleiter in seinen Werken und Modellen bewerten.
Um die Abläufe zu straffen, standardisiert Audi die eingehende Logistik für seine Marken, darunter Bentley und Lamborghini. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf dem Schienentransport in Europa. Die Zusammenarbeit mit der VW Group Logistics hat am Standort Zwickau zum „Ein-für-alle“-Ansatz geführt, bei dem mehrere Modelle dieselbe Produktionslinie nutzen.
Unterdessen hat Volvo seine Planungs- und Betriebsteams in das Gesamtunternehmen integriert. Dieser Schritt verbessert die globale Transparenz und beschleunigt Entscheidungsprozesse. Zudem standardisiert das Unternehmen Verpackungen in allen Regionen, um Abfall und Verzögerungen zu reduzieren. Logistikeffizienz und Kosten fließen bereits in der frühen Phase in das Produktdesign ein.
Beide Marken investieren in digitale Tools, um Lieferketten und Kundenservice zu stärken. Audis Lieferkettenteam arbeitet nun eng mit den Produktentwicklern zusammen, sodass Beschaffung und lokale Fertigung von Anfang an berücksichtigt werden.
Die Umstellungen bei Audi und Volvo spiegeln allgemeine Branchentrends wider. Schnellere Produktion, die vertikale Integration der Batterieherstellung und strengere Nachhaltigkeitsvorgaben treiben den Wandel voran. Ziel dieser Anpassungen ist es, Lieferketten widerstandsfähiger zu machen und gleichzeitig mit der Nachfrage nach Elektrofahrzeugen Schritt zu halten.






