Audi und BMW wollen Diesel-Nachrüstungen – doch Städte bleiben skeptisch
Leon SchröderAudi und BMW wollen Diesel-Nachrüstungen – doch Städte bleiben skeptisch
Audi und BMW haben Pläne bekannt gegeben, die Hälfte ihrer Diesel-Fahrzeuge mit Euro-5-Norm in Deutschland nachzurüsten, um die Emissionen zu senken. Doch die Verantwortlichen in den großen bayerischen Städten zeigen sich von den Vorschlägen wenig überzeugt. Ulrich Maly, Präsident des Bayerischen Städtetags, äußerte Zweifel an deren Wirksamkeit.
Die beiden Automobilhersteller verpflichteten sich, einen erheblichen Teil ihrer älteren Dieselmodelle umzurüsten. Dennoch sind viele Details zur Umsetzung der Nachrüstungen noch unklar. Maly begrüßte zwar das Engagement, wies aber darauf hin, dass die Luft in den Städten sauberer wäre, wenn die Fahrzeuge bereits die beworbenen Emissionswerte einhielten.
Gleichzeitig warnte er davor, die Schuld für die Defizite der Branche auf Kommunen und Anwohner abzuwälzen. Um die Luftverschmutzung zu bekämpfen, forderte Maly die Bundesregierung auf, mehr Mittel für die Modernisierung der städtischen Busflotten mit umweltfreundlicher Technologie bereitzustellen. Sollte sich die Luftqualität nicht rechtzeitig verbessern, könnten Gerichte weiterhin Fahrverbote verhängen.
Die Nachrüstpläne zielen darauf ab, die Emissionen von Tausenden Diesel-Fahrzeugen zu reduzieren. Doch es bleibt ungewiss, ob die Maßnahmen ausreichen, um die gesetzlichen Luftqualitätsstandards schnell genug zu erfüllen. Ohne weitere Schritte könnten Fahrbeschränkungen als letzte Lösung eingeführt werden.






