Audi setzt auf KI und Cloud: Wie die Produktion der Zukunft aussieht
Lotta SchneiderAudi setzt auf KI und Cloud: Wie die Produktion der Zukunft aussieht
Audi revolutioniert seine Werke mit cloudbasierten Systemen und künstlicher Intelligenz. Die neue Plattform Edge Cloud 4 Production des Automobilherstellers soll die Abläufe optimieren und die Einführung fortschrittlicher Technologien beschleunigen. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Initiative zur Modernisierung der Produktion innerhalb der gesamten Volkswagen Gruppe.
Bereits am Standort Neckarsulm hat das Unternehmen KI-gestützte Verbesserungen umgesetzt. Ein zentrales System, die Weld Splatter Detection (WSD), nutzt einen Roboterarm, um überschüssiges Material von Schweißnähten zu entfernen. Diese Technologie soll künftig auf der Edge Cloud 4 Production laufen, was eine einfachere Skalierung und Anpassungsfähigkeit ermöglicht.
Audis 360factory-Strategie konzentriert sich auf fünf Bereiche, wobei Digitalisierung und Automatisierung im Mittelpunkt stehen. So automatisiert etwa das Projekt Next2OEM die Produktion von Kabelbäumen – vom Zulieferer bis zur Fahrzeugmontage. Dadurch könnten Anpassungszeiten von Wochen auf wenige Minuten verkürzt werden.
Über die einzelnen Werke hinaus baut Audi eine vernetztere Lieferkette auf. Der Echtzeit-Datenaustausch zwischen Fabriken und Zulieferern erhöht die Präzision und reduziert Verzögerungen. Die Volkswagen Gruppe plant zudem, das WSD-System an weiteren Standorten einzuführen, darunter in Tschechien und Mexiko – abhängig von den jeweiligen Modernisierungsplänen.
KI wird als unterstützendes Werkzeug für die Mitarbeiter positioniert und soll Audis Werke zu "Smart Factories" machen. Ziel ist ein flexibleres, standardisiertes System, in dem Daten nahtlos durch alle Produktionsstufen fließen.
Der Umstieg auf cloudbasierte Steuerung und KI-Integration markiert einen grundlegenden Wandel in Audis Produktionsansatz. Schnellere Updates, kürzere Durchlaufzeiten und eine engere Koordination der Lieferkette werden erwartet. Diese Entwicklungen dürften in den kommenden Jahren auch andere Werke der Volkswagen Gruppe prägen.