AOK Bayern: Systemupdate legt tausende elektronische Patientenakten lahm
Leon SchröderAOK Bayern: Systemupdate legt tausende elektronische Patientenakten lahm
Geplantes Systemupdate bei der AOK Bayern führt zu unerwarteten Problemen mit elektronischen Patientenakten (ePA)
Bei einem geplanten Systemupdate der AOK Bayern ist es zu unerwarteten Störungen bei den elektronischen Patientenakten (ePA) gekommen. Aufgrund eines Fehlers von IT-Dienstleistern wurden rund 6.400 Akten vorübergehend gesperrt. Der Krankenversicherer bestätigte, dass keine Daten verloren gegangen seien, der Zugriff jedoch für kurze Zeit beeinträchtigt war.
Das Problem trat während einer routinemäßigen Migration des ePA-Systems auf. Die IT-Partner hatten versehentlich etwa 0,14 Prozent der bei der AOK Bayern geführten Akten – insgesamt rund 6.400 – blockiert. Der Versicherer informierte umgehend die betroffenen Versicherten und versicherte ihnen, dass die betroffenen Akten wiederhergestellt würden.
Die AOK Bayern betonte, dass es keinen Sicherheitsvorfall gegeben habe und keine unbefugten Dritten auf die Daten zugegriffen hätten. Betroffene Mitglieder wurden angewiesen, sich für dringende medizinische Unterlagen an ihre Behandlungseinrichtungen zu wenden, während das Problem behoben wurde. Der Versicherer arbeitet nun mit seinen IT-Partnern sowie der gematik, der für das ePA-System zuständigen Organisation, daran, die gesperrten Akten wieder freizugeben.
Vor dem Vorfall nutzten etwa 4,57 Millionen Versicherte der AOK Bayern aktiv die elektronische Patientenakte. Die Störung, wenn auch begrenzt, reiht sich in frühere Kritik am ePA-System ein, darunter Fälle, in denen fehlerhafte Widersprüche zur Löschung von Akten führten.
Die Wiederherstellung der gesperrten Dateien läuft bereits, allerdings wurde kein konkreter Zeitplan genannt. Mittlerweile sind alle betroffenen ePAs wieder nutzbar, und die Versicherten können wie gewohnt auf ihre Akten zugreifen. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Verwaltung digitaler Gesundheitsdaten während Systemumstellungen.