08 May 2026, 10:03

Agostea in Koblenz: Vom Kult-Club zur Auktionslegende mit ungewisser Zukunft

Ein Geschäft mit einem zentralen Retro-Arcade-Automaten, einer Glasvitrine auf der rechten Seite und Retro-Beleuchtung mit Schränken, Fernseher und anderen Gegenständen im Hintergrund.

Agostea in Koblenz: Vom Kult-Club zur Auktionslegende mit ungewisser Zukunft

Der legendäre Nachtclub Agostea in Koblenz hat seine Türen geschlossen, doch sein Erbe lebt in einer Reihe von Auktionen weiter. Sammler und Fans aus ganz Europa haben sich Erinnerungsstücke gesichert – von Discokugeln bis hin zu Barhockern. Währenddessen bleibt die Zukunft des Geländes ungewiss, während Pläne für eine Neunutzung Gestalt annehmen.

Ende März lockte die erste Versteigerung von Agostea-Inventar Bieter aus Belgien, Rumänien und der Schweiz an. Unter den verkauften Objekten befanden sich eine Ritterrüstung, eine Slush-Eis-Maschine und andere skurrile Relikte aus der Blütezeit des Clubs. Ein Bieter, ein Ingenieur aus Zürich, reiste sogar nach Koblenz – in der irrtümlichen Annahme, es handele sich um die gleichnamige Schweizer Stadt –, nur um seine neu ersteigerte Slush-Eis-Maschine abzuholen.

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Mittlerweile läuft eine zweite Auktion, die noch bis zum 13. Mai andauert. Über 100 Stücke werden angeboten, darunter eine klassische Discokugel, eine Konfettikanone und eine Massageliege. Viele dieser Objekte bleiben in Koblenz, dank lokaler Geschäftsleute, die das Andenken an den Club bewahren möchten. Markus Rodemerk, Inhaber des Spökes, und Andreas Römer vom Sugar Ray’s sicherten sich Barhocker und andere Erinnerungsstücke, um den Geist der Agostea in der Stadt lebendig zu halten.

Die Erlöse aus beiden Auktionen fließen in den Rückbau der bestehenden Bauten auf dem Gelände. Doch die langfristige Vision für den Standort steht noch nicht fest. Ein gastronomisches Konzept wurde ins Spiel gebracht, doch weder ein Betreiber noch ein finales Format stehen bisher fest.

Während die Auktionen weiterlaufen, finden die Erinnerungsstücke der Agostea neue Besitzer in ganz Europa und innerhalb Koblenz’ selbst. Die eingenommenen Gelder ebnen den Weg für das, was als Nächstes kommt. Noch ist die Zukunft des Geländes offen – die Pläne befinden sich erst in der frühen Diskussionsphase.

Quelle