Abschied eines Visionärs: Künstlerischer Leiter verlässt Salzburger Orchester 2028
Leon SchröderAbschied eines Visionärs: Künstlerischer Leiter verlässt Salzburger Orchester 2028
Der künstlerische Leiter eines renommierten Orchesters wird nach elf Jahren in dieser Position zurücktreten. Sein Abschied ist für 2028 geplant und markiert damit das Ende einer prägenden Ära für die Institution. Salzburg hat bereits mit der Suche nach einem Nachfolger begonnen; die neue Besetzung soll im Herbst 2027 ihre Arbeit aufnehmen.
Der Direktor traf den Autor erstmals bei einem Fußballspiel in Peking. Damals war der Autor Gast der Dresdner Staatskapelle. Die Begegnung verlief angespannt, da der Direktor missbilligte, dass der Autor während des Spiels auf den Dirigenten Simon Rattle losging.
Während seiner Amtszeit setzte sich der Direktor nachdrücklich für Kirill Petrenko als Dirigenten des Orchesters ein und lehnte andere, romantisch veranlagte Kandidaten ab. Er prägte das künstlerische Profil und den Klang des Ensembles und sicherte so dessen künstlerische Ausrichtung. Unter seiner Führung beendete das Orchester zudem die Zusammenarbeit mit Baden-Baden und konzentrierte sich stattdessen voll auf Salzburg.
Bekannt für sein Engagement, stellte er sich wiederholt gegen die Sparmaßnahmen Berlins. Er kämpfte für die Interessen und Ressourcen des Orchesters und garantierte so dessen Stabilität. Nun plant er jedoch, die Institution zu verlassen, noch bevor sie eine möglicherweise schwierige Umbruchsphase durchläuft.
Sein Vertrag wird über 2028 hinaus nicht verlängert. Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits, wobei Salzburg bis Herbst 2027 einen neuen künstlerischen Leiter berufen möchte. Das Orchester steht damit vor einer neuen Phase unter frischer Führung.
