4.000 protestieren in Weilheim gegen geplantes AfD-Büro in altem Kino
Lotta Schneider"Kein Popcorn für Nazis" - Demonstration in Weilheim - 4.000 protestieren in Weilheim gegen geplantes AfD-Büro in altem Kino
Tausende Menschen versammelten sich am Samstag in Weilheim, um gegen die rechtspopulistische AfD zu protestieren. Im Mittelpunkt der Demonstration standen die Pläne der Partei, in einem ehemaligen Kino ein Büro zu eröffnen. Die Veranstalter sprachen von rund 4.000 Teilnehmern – der Marienplatz musste wegen Überfüllung zeitweise gesperrt werden.
Die Kundgebung wurde vom Bündnis 'Wir in Weilheim' organisiert und von der örtlichen Polizei begleitet. Viele Demonstranten hielten Schilder gegen das neue AfD-Büro hoch und skandierten unter dem Motto 'Demokratie braucht Mut. Jetzt!'. Weilheims Bürgermeister Markus Loth richtete sich an die Menge und machte deutlich, dass er die Präsenz der AfD in der Stadt ablehnt.
Der Einzug der AfD in das ehemalige Kino wurde am 15. Januar offiziell, als die Mitglieder Benjamin Nolte und Gerrit Huy die notwendigen Unterlagen einreichten. Nolte, der bei der Kommunalwahl am 8. März für das Amt des Landrats kandidiert, hatte den Mietvertrag bereits Monate zuvor angekündigt. Am 4. Dezember veröffentlichte er ein Instagram-Video, in dem er bestätigte, dass die AfD das Gebäude für ein Büro und eine Veranstaltungshalle angemietet hat.
Es gibt keine Aufzeichnungen über jüngere Proteste oder Initiativen der AfD in Weilheim oder der Umgebung – abgesehen von diesem Kinoprojekt.
Die Demonstration unterstrich den wachsenden Widerstand gegen rechtsextreme Bestrebungen in der Region. Da das AfD-Büro nun in Planung ist, werden lokale Oppositionsgruppen die Entwicklung vermutlich weiter beobachten. Die nächsten Schritte der Partei werden sich vor den März-Wahlen zeigen.