05 February 2026, 18:02

23 lebende Riesenschnecken im Gepäck: Zoll stoppt ungewöhnlichen Schmuggelversuch

Eine Kiste voller Schnecken auf einem Tisch, mit zwei Papieren daneben, die Text von der Zoologisch Museum Amsterdam zeigen.

23 lebende Riesenschnecken im Gepäck: Zoll stoppt ungewöhnlichen Schmuggelversuch

Zollbeamte am Flughafen Nürnberg machten eine ungewöhnliche Entdeckung: In einem Reisegäck fanden sie 23 lebende afrikanische Riesenschnecken, die ein Passagier heimlich mit sich führte. Der Reisende behauptete, die Schnecken seien für den privaten Gebrauch bestimmt – doch die Menge überschritt die gesetzlichen Einfuhrgrenzen.

Der Vorfall ereignete sich während einer routinemäßigen Gepäckkontrolle. Die Beamten entdeckten die Tiere, die durch ihre imposante Größe und markanten Gehäuse auffielen. Alle 23 Schnecken überlebten die Reise unbeschadet und erhielten sogar einen Apfel, während die Behörden über ihr weiteres Schicksal entschieden.

Der Reisende bestand darauf, die Schnecken für den Eigenbedarf einführen zu wollen. Doch nach deutschen Vorschriften dürfen maximal zwei Kilogramm dieser Tiere ohne Sondergenehmigung eingeführt werden. Da das Gesamtgewicht diese Grenze überschritt, konnten die Schnecken nicht an den Besitzer übergeben werden.

Auf Anweisung der Veterinärbehörde wurden die Tiere an erfahrene Hobbyzüchter übergeben, die für die Haltung afrikanischer Riesenschnecken registriert sind. So ist gewährleistet, dass die Schnecken artgerecht versorgt werden.

Mittlerweile befinden sich die Tiere in der Obhut qualifizierter Züchter, wo sie unter Aufsicht bleiben. Gegen den Reisenden wurden keine rechtlichen Schritte eingeleitet, doch der Fall unterstreicht die Bedeutung der Einhaltung von Einfuhrbestimmungen. Der Vorfall erinnert daran, wie streng die Regeln für die Einfuhr exotischer Tiere nach Deutschland sind.