15. Inklusionsforum diskutiert Herausforderungen für geflüchtete Menschen mit Behinderungen
Leon Schröder15. Inklusionsforum diskutiert Herausforderungen für geflüchtete Menschen mit Behinderungen
15. Inklusionsforum: Flucht. Migration. Behinderung
Diese Woche fand im Landratsamt Regensburg das 15. Inklusionsforum unter dem Titel Flucht. Migration. Behinderung statt. Rund 35 Fachleute kamen zusammen, um über die Herausforderungen zu diskutieren, vor denen geflüchtete und migrierte Menschen mit Behinderungen stehen. Die Veranstaltung fiel zudem in eine Phase, in der die neuen Asylreformen der EU diskutiert werden, die im Juni 2026 in Kraft treten sollen.
Landrätin Tanja Schweiger eröffnete das Forum mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit starker lokaler Netzwerke. Sie betonte, dass eine engere Zusammenarbeit zwischen Organisationen zu einer besseren Unterstützung für geflüchtete und migrierte Menschen mit Behinderungen führen könne. Themenschwerpunkte der Teilnehmenden waren unter anderem der Zugang zum Arbeitsmarkt, Sprachbarrieren und Integrationsangebote.
Der Fokus auf Inklusion stand dabei im Kontext der anstehenden Umsetzung der GEAS-Reform, die 2024 beschlossen wurde. Ziel der Reform ist es, einheitliche Asylverfahren in allen Mitgliedsstaaten zu schaffen. Nach den neuen Regeln sollen verpflichtende Erstchecks bis zu sieben Tage dauern, während beschleunigte Grenzverfahren für Antragstellende aus Ländern mit geringer Anerkennungquote 12 bis 16 Wochen in Anspruch nehmen können. Zudem sind Rückführungen in sichere Drittstaaten vorgesehen – ein Vorgehen, das sich bereits in Griechenland und Italien bewährt hat.
Deutschland ist hier Vorreiter: Im Februar 2026 verabschiedete der Bund ein nationales Gesetz, das die Reformen an Flughäfen und Seehäfen umsetzt. Bisher hat jedoch kein anderes EU-Land die Maßnahmen vollständig eingeführt. Bis Mitte Juni 2026 müssen alle Mitgliedsstaaten die Änderungen übernehmen, auch wenn die konkreten Auswirkungen an den Außengrenzen Stand März 2026 noch begrenzt sind.
Das Forum in Regensburg brachte Expertinnen und Experten zusammen, um Versorgungslücken für migrierte und geflüchtete Menschen mit Behinderungen zu thematisieren. Gleichzeitig wird die anstehende GEAS-Reform strengere und schnellere Asylverfahren in der EU einführen. Die Mitgliedsstaaten haben nun bis Juni 2026 Zeit, die neuen Regelungen umzusetzen.






