14 April 2026, 06:04

100 Jahre altes Schulgeländer löst teure Sicherheitsmaßnahme in Frankfurt aus

Eine lange Reihe von Spinden in einem Schulflur mit einem gefliesten Boden, einer Wand im Hintergrund, Deckenleuchten und ein paar verstreuten Gegenständen.

100 Jahre altes Schulgeländer löst teure Sicherheitsmaßnahme in Frankfurt aus

Ein 100 Jahre altes Geländer in einer Frankfurter Schule hat eine kostspielige Sicherheitsmaßnahme ausgelöst. Da die Brüstung sieben Zentimeter unter der vorgeschriebenen Mindesthöhe von 110 Zentimetern liegt, haben die Behörden seit Montag zwölf Sicherheitskräfte im Treppenhaus postiert. Die Maßnahme überrascht das Schulpersonal und wirft Fragen nach ihrer Notwendigkeit auf.

Hintergrund ist eine Sicherheitsvorschrift aus den Muster-Richtlinien für Schulbauten von 2009, die für alle Schulgeländer eine Mindesthöhe von 1,10 Metern vorschreibt. Trotz der jahrzehntelangen Nutzung des Geländers – ohne bekannte Unfälle – reagierten die Verantwortlichen umgehend auf die Abweichung.

Die kommissarische Schulleiterin Solmaz Heidlindemann zeigte sich überrascht von der Entscheidung, Wachen einzusetzen. Sie schlug vor, das Geländer stattdessen einfach zu reparieren, und hinterfragte, ob eine dauerhafte Bewachung wirklich erforderlich sei. Der aktuelle Sicherheitseinsatz kostet rund 13.700 Euro brutto pro Woche.

In einer für Montag anberaumten Sitzung soll über das weitere Vorgehen entschieden werden. Bis dahin bleiben die Sicherheitskräfte – selbst während der Osterferien – im Einsatz, wenn auch zu leicht reduzierten Kosten, da weniger Schüler anwesend sind.

Da die Stadt die Sicherheitsvorgaben einhalten muss, gibt es kaum Spielraum für Ausnahmen. Das Ergebnis der Montagssitzung wird zeigen, ob das Geländer nachgerüstet oder alternative Lösungen gefunden werden. Bis dahin trägt die Schule die finanzielle Last der rund um die Uhr stationierten Wachen.

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