01 May 2026, 04:04

Zukunft der Telemedizin und Cannabis-Rezepte hängt am seidenen Faden

Plakat mit der Aufschrift "Reduzierung der Kosten für verschreibungspflichtige Medikamente unter der Biden-Harris-Regierung" mit Text und Logo, das Informationen zur Reduzierung der Kosten für verschreibungspflichtige Medikamente bereitstellt.

Zukunft der Telemedizin und Cannabis-Rezepte hängt am seidenen Faden

Ein Gesetzentwurf zu Telemedizin und medizinischem Cannabis steht im Parlament vor ungewisser Zukunft. Die aktuelle Fassung könnte an zu geringer Unterstützung der Abgeordneten scheitern. In den Debatten zeigten sich tiefe Gräben, insbesondere bei der Frage, wie Rezepte und der Patientenzugang geregelt werden sollen.

Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD, Serdar Yüksel, betonte, dass sich die Telemedizin längst etabliert habe und nicht einfach verboten werden könne. Digitale Rezepte seien unverhandelbar, warnte er und sprach sich gegen eine Rückkehr zu veralteten Methoden aus der "Schreibmaschinen-Ära" aus. Yüksel verteidigte zudem die Therapiefreiheit der Ärzte und verwies darauf, dass Schmerz individuell unterschiedlich sei – daher dürften Regelungen nicht übermäßig restriktiv ausfallen.

Dr. Thomas Pauls von der CDU erkannte zwar die zukünftige Rolle der Telemedizin an, mahnte jedoch, Rezepte nicht zu leicht zugänglich zu machen. Er forderte klarere Abgrenzungen zwischen Freizeitkonsum von Cannabis, dem Anstieg von Bestellungen für Cannabisblüten und dem rechtlichen Schutz für Ärzte. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) ging noch einen Schritt weiter und setzte sich für ein vollständiges Verbot von Online-Rezepten und dem Versandhandel mit Cannabis ein.

Dr. Christiane Neubaur schlug einen alternativen Ansatz vor: Im Rahmen von Modellprojekten sollten bestimmte Cannabisprodukte rezeptfrei in Apotheken erhältlich sein. In einem Punkt waren sich die Koalitionspartner einig – die sogenannten "Klick-Rezepte", bei denen Patienten in unter 30 Sekunden Medikamente erhalten, müssten gestoppt werden. Zudem wurden die Ärzteverbände aufgefordert, gegen Mediziner vorzugehen, die Patienten dabei helfen, Fragebögen zu manipulieren, um an Rezepte zu gelangen.

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Der Gesetzentwurf steht nun vor einer schwierigen Abstimmung im Parlament. Bleibt er unverändert, droht das Scheitern wegen fehlender Mehrheiten. Das Ergebnis wird maßgeblich darüber entscheiden, wie Telemedizin und Cannabis-Verschreibungen künftig geregelt werden.

Quelle