Wolfratshausen bekommt seine Bahn-Toiletten nach monatelanger Sperre zurück
Lotta SchneiderWolfratshausen bekommt seine Bahn-Toiletten nach monatelanger Sperre zurück
Öffentliche Toiletten am S-Bahnhof Wolfratshausen seit November 2023 geschlossen
Die öffentlichen Toiletten am S-Bahnhof Wolfratshausen sind seit November 2023 gesperrt. Pendler müssen seitdem ohne sanitäre Einrichtungen auskommen, während der Bahnhof zunehmend vernachlässigt wirkt. Nun zeichnet sich eine vorläufige Lösung ab: Die Stadt bereitet die baldige Wiedereröffnung der Toiletten vor.
Die Schließung hat eine politische Debatte ausgelöst, in der lokale Vertreter eine schnellere Lösung fordern.
Die Sanitäranlagen wurden im vergangenen Herbst geschlossen – offizielle Gründe für die Sperrung oder Pläne zur Wiedereröffnung wurden jedoch nie bekannt gegeben. In der Nähe steht zudem das ehemalige McDonald's-Restaurant leer, was das heruntergekommene Erscheinungsbild des Bahnhofs noch verstärkt. Mehrere Unternehmen haben zwar Interesse an der Übernahme des gastronomischen Bereichs signalisiert, doch bisher kam keine Einigung zustande.
Dr. Patrick Lechner, der Oberbürgermeisterkandidat der FDP, nahm die Sache selbst in die Hand und beantragte bei der Deutschen Bahn, die Toiletten in Eigenregie zu betreiben. Sein Antrag wurde jedoch abgelehnt, da das Unternehmen die Toiletten nur gemeinsam mit dem angrenzenden Gastronomiebereich verpachtet. Lechner kritisierte im Anschluss den amtierenden Oberbürgermeister für Untätigkeit und warf ihm vor, trotz mehrfacher Anfragen an die Deutsche Bahn keine Lösung herbeigeführt zu haben.
Trotz der Verzögerungen plant die Stadt nun, die Toiletten vorläufig wieder zu öffnen, während die Verhandlungen über die Neunutzung des Gastronomiebereichs weiterlaufen. Eine dauerhafte Lösung hängt davon ab, einen Mieter für die größere Fläche zu finden.
Die Toiletten am Bahnhof Wolfratshausen sollen damit zumindest vorübergehend bald wieder zugänglich sein. Die Deutsche Bahn knüpft die Nutzung der Sanitäranlagen an die Verpachtung des Gastronomiebereichs – eine langfristige Lösung setzt daher voraus, dass der leerstehende Raum neu vermietet wird. Bis dahin können Pendler die Einrichtungen nutzen, während Stadt und potenzielle Mieter an einer endgültigen Regelung arbeiten.






