27 March 2026, 12:09

Windenergie-Ausbau in Deutschland: 2.000 neue Anlagen bis 2030 – doch die Kosten explodieren

Liniengraph, der die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Windenergie-Ausbau in Deutschland: 2.000 neue Anlagen bis 2030 – doch die Kosten explodieren

Deutschland treibt den Ausbau der Windenergie voran, doch hohe Kosten und ungleichmäßige Windverhältnisse stellen die Branche vor Herausforderungen. Vor allem südliche Regionen wie Bayern verzeichnen schwächere Winde, was dort teure Subventionen für Windräder notwendig macht. Umweltminister Carsten Schneider plant nun, bis 2030 zusätzlich 2.000 neue Anlagen zu errichten – ohne die Förderung für windschwache Gebiete zu streichen.

Süddeutschland hat im Vergleich zum windreichen Norden schon immer mit der Windkraft zu kämpfen. In Bayern liegt die durchschnittliche Windstärke bei nur 55 Prozent des bundesweiten Referenzwerts, wobei 76 Prozent der Anlagen in windschwachen Zonen stehen. Diese Turbinen sind auf hohe Subventionen angewiesen, was die Stromkosten in die Höhe treibt.

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Durch den EEG-Korrekturfaktor der Regierung erhalten Betreiber in windschwachen Regionen höhere Vergütungen, was den Strom aus Süddeutschland deutlich teurer macht. Gleichzeitig hat Deutschland bereits die höchsten Strompreise Europas – die Industrie fordert eine Senkung auf sechs Cent pro Kilowattstunde, um international wettbewerbsfähig zu bleiben.

Schneider will den Ausbau ausgleichen, indem er den Fokus auf den windstarken Norden legt und so den Bedarf an langem Stromtransport verringert. Dennoch hält er am Referenzertragsmodell fest, das geringere Erträge in windschwachen Gebieten ausgleicht. Zudem soll das Bundesförderprogramm zusätzliche 12 Gigawatt Kapazität ausschreiben und die Windkraft damit weiter als Säule der deutschen Energieversorgung stärken.

Mit dem Plan, bis 2030 2.000 neue Windräder zu bauen, steigt die Onshore-Windkapazität auf 115 Gigawatt. Doch die hohen Subventionen für windschwache Regionen könnten die Strompreise weiter auf hohem Niveau halten. Energieintensive Industrien stehen damit vor anhaltendem Kostendruck, falls keine Entlastung erfolgt.

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