Wie Gerhard Weiße und das EEG Deutschlands Solarindustrie prägten
Deutschlands Solarindustrie verdankt ihren Aufstieg zwei entscheidenden Entwicklungen: dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und dem Wirken von Pionieren wie Gerhard Weiße. Das 2000 verabschiedete EEG veränderte die Energielandschaft des Landes grundlegend. Weiße hatte bereits seit Jahrzehnten in Bayern die Weichen für die Solarenergie gestellt.
Gerhard Weißes Karriere in der Solarbranche begann 1979 mit solarthermischen Anlagen. 1983 gründete er sein erstes Unternehmen, aus dem 1993 die Solar-Einkaufsgenossenschaft Ostbayern (Soleg) hervorging. Zu seinen frühen Projekten zählte eine 1,1-Kilowatt-Photovoltaikanlage, die er 1996 für den Biohof Horizont in Trostberg installierte – und die bis heute in Betrieb ist.
1999 gründete Weiße in der Region Chiemgau die Solar-Partner Süd GmbH. Sein Unternehmen baute bereits Solaranlagen, als der Bundestag am 25. Februar 2000 das EEG beschloss. Das Gesetz trat am 1. April desselben Jahres in Kraft und löste eine enorme Nachfrage nach Photovoltaiksystemen aus.
Das EEG befeuerte nicht nur den Solarboxom in Deutschland, sondern gab auch der globalen Branche entscheidende Impulse. Für Weißes Unternehmen bedeutete es rasantes Wachstum und die Notwendigkeit, sich schnell anzupassen. Sein Betrieb musste die Kapazitäten ausbauen, um die durch das Gesetz entstandenen Chancen zu nutzen.
Die Einführung des EEG markierte einen Wendepunkt für die deutsche Energiewirtschaft. Unternehmen wie Solar-Partner Süd expandierten, als Solarstrom für immer mehr Menschen zugänglich wurde. Noch heute sind die Auswirkungen des Gesetzes sichtbar – sowohl in der erneuerbaren Infrastruktur des Landes als auch in den langlebigen Anlagen, die frühe Wegbereiter wie Gerhard Weiße einst errichteten.






