Wie ein altes Gefängnis in Landshut zu sozialem Wohnraum wird
Studierende der Hochschule Augsburg präsentieren ambitionierte Pläne zur Umnutzung eines ehemaligen Gefängnisses in Landshut. Ihre Entwürfe, die unter dem Motto Jailhouse Rock stehen, zielen darauf ab, den historischen Ort in modernen sozialen Wohnraum zu verwandeln. Die Ausstellung wird am Freitag, den 4. April, um 18 Uhr in der Galerie des Kleinen Rathauses eröffnet.
Im Mittelpunkt des Projekts steht das 1906 erbaute Gerichtsgebäude, das 2008 aufgegeben wurde und seit 2012 unter Denkmalschutz steht. Das markante Bauwerk am südlichen Eingang zur Landshuter Altstadt stellte die Studierenden vor eine besondere Herausforderung: den Spagat zwischen Denkmalschutz und innovativer Neugestaltung. Ihre Aufgabe bestand darin, ein klimaneutrales, sozial inklusives Wohnkonzept zu entwickeln, das den Standort mit der Stadt verbindet.
Die Entwürfe umfassen flexible Wohnungsgrundrisse, gemeinsame Gemeinschaftsflächen und energieeffiziente Systeme. Zudem wurden öffentliche Bereiche geplant, um das ehemalige Gefängnis in den städtischen Alltag zu integrieren. Das Team unter der Leitung von Dr. Judith Sandmeier, Prof. Wolfgang Nowak, Prof. Christian Bauriedel und Jan Glasmeier setzte sich mit der belasteten Vergangenheit des Ortes auseinander und betonte gleichzeitig dessen Potenzial.
Nach der Eröffnung bleibt die Ausstellung ab Samstag, den 5. April, im Landshuter Rathaus zu sehen. Der Eintritt ist frei, sodass Besucherinnen und Besucher erkunden können, wie historische Architektur moderne Bedürfnisse erfüllen kann.
Die studentischen Vorschläge könnten künftige Projekte für ähnliche verlassene Gefängnisse in ganz Bayern inspirieren. Durch die Verbindung von Denkmalschutz und nachhaltigem Wohnen bieten die Entwürfe ein praxisnahes Modell für die städtische Erneuerung. Die Ausstellung dient als öffentliche Plattform für Ideen, die das Stadtbild Landshuts prägen könnten.






