15 April 2026, 06:05

Warendorfs Stadtrat behält umstrittene Straßennamen bei – trotz Bürgerprotesten

Schwarzes und weißes Foto einer Stadtstraße mit Gebäuden mit Fenstern, Geländern und Namensschildern sowie einer Straße unten.

Warendorfs Stadtrat behält umstrittene Straßennamen bei – trotz Bürgerprotesten

Der Stadtrat von Warendorf hat beschlossen, die Namen von drei Straßen trotz Forderungen nach einer Änderung beizubehalten. Eine Bürgerkommission hatte eine Umbenennung empfohlen, doch der Rat lehnte den Vorschlag ab. Ausschlaggebend für die Entscheidung waren Kostenbedenken und die Präferenzen der Anwohner.

Die betroffenen Straßen – Wagenfeldstraße, Agnes-Miegel-Weg und Heinrich-Tenhumberg-Straße – bleiben somit unverändert. Die Ratsmehrheit argumentierte, dass die Ersetzung der Straßenschilder rund 5.700 Euro kosten würde, eine Summe, die als unnötig erachtet wurde. Zudem wurde der administrative Aufwand als entscheidender Faktor genannt.

Kompromissvorschläge, wie etwa die Anbringung eines Zitats des ortsansässigen Autors Paul Schallück neben den bestehenden Straßennamen, wurden abgelehnt. Stattdessen bleibt eine Tafel mit einem Zitat von Agnes Miegel am Rathaus erhalten. Der Ratsherr André Wenning erklärte, dass die Meinung der Anwohner bei der endgültigen Entscheidung stärker gewichtet wurde.

Reinhold Schoppmann, Vertreter des Bürgerbündnisses, kritisierte das Ergebnis scharf. Er warf dem Rat vor, Chancen für eine ausgewogene Lösung verpasst zu haben. Trotz der Empfehlungen der Kommission setzte sich der Status quo durch.

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Die Stadt wird kein Geld für neue Straßenschilder ausgeben – die Namen bleiben also bestehen. Die Meinungen der Anwohner und Haushaltszwänge prägten die Abstimmung. Vorerst ist die Debatte um diese Straßennamen damit ohne Änderungen beendet.

Quelle