Untermain-Region setzt auf besseren Nahverkehr mit neuem ÖPNV-Konzept
Leon SchröderUntermain-Region setzt auf besseren Nahverkehr mit neuem ÖPNV-Konzept
Neuer Nahverkehrsplan für die bayerische Untermain-Region beschlossen
Ein neuer ÖPNV-Plan für die bayerische Untermain-Region ist verabschiedet worden. Das Konzept umfasst die Stadt Aschaffenburg und die umliegenden Landkreise und zielt darauf ab, die lokalen Verkehrsangebote in den kommenden Jahren zu verbessern. Das über 18 Monate entwickelte, 157 Seiten starke Dokument benennt aktuelle Herausforderungen und definiert Ziele für Busse und Bedarfsverkehr.
Federführend verantwortlich für den Plan war die AMINA – Aschaffenburg Miltenberg Nahverkehrs GmbH, unterstützt vom Büro PTV Transport Consult. Auch die Bevölkerung brachte sich ein: Über eine Online-Beteiligungsphase während der Erarbeitung konnten Anwohnerinnen und Anwohner eigene Ideen einbringen.
Schwerpunkte der Neuerungen sind die Anpassung bestehender Buslinien an die Bedürfnisse der Fahrgäste. Zudem sollen Haltestellen barriereärmer und nutzerfreundlicher gestaltet werden. Ergänzend wird ein Bedarfsverkehr eingeführt, der in schwächer nachgefragten Gebieten flexible Mobilitätslösungen bietet.
Konkrete Prognosen, wie sich die Änderungen auf die Fahrgastzahlen auswirken, liegen zwar noch nicht vor. Doch ähnliche Reformen in anderen Regionen zeigen positive Effekte: In Nürnberg stiegen etwa nach der Verkehrsreform 2022 die Nutzerzahlen von Bussen und Bahnen um 10 bis 15 Prozent. In ländlichen Gebieten Nordrhein-Westfalens erhöhte sich die Nachfrage nach Bedarfsverkehr um 20 bis 30 Prozent, nachdem er besser mit dem klassischen Liniennetz verknüpft wurde.
Nun geht es an die Umsetzung der Maßnahmen in Aschaffenburg und Miltenberg. Durch modernisierte Infrastruktur, optimierte Linienführungen und neue Bedarfsangebote soll der ÖPNV attraktiver werden. Die Erfahrungen aus anderen Regionen lassen hoffen, dass die Änderungen mittelfristig zu steigenden Fahrgastzahlen führen werden.






