Umstrittene Schönheitschirurgen wollen Augenfarbe in Deutschland dauerhaft ändern
Mia Koch"Dr. Rick und Dr. Nick" sind das unangenehmste Ding im Fernsehen - Umstrittene Schönheitschirurgen wollen Augenfarbe in Deutschland dauerhaft ändern
Zwei Schönheitschirurgen, bekannt als Dr. Rick und Dr. Nick, sorgen mit ihren umstrittenen Schönheitsbehandlungen für Schlagzeilen. Das Duo, das beim Sender ProSieben eine eigene Show moderiert, gibt sich als Pioniere auf diesem Gebiet – und vergleicht sich sogar mit Christoph Kolumbus. Nun wollen sie ein höchst umstrittenes Verfahren zur Veränderung der Augenfarbe erstmals in Deutschland einführen.
Henrik Heuveldop (Dr. Rick) und Dominik Bettray (Dr. Nick) betreiben eine Schönheitsklinik und sind die Stars ihrer eigenen TV-Sendung. Trotz ihrer Medienpräsenz verfügt keiner der beiden über eine Facharztanerkennung für plastische oder ästhetische Chirurgie. Rick darf den Titel "Doktor" rechtlich überhaupt nicht führen, da er nie eine Dissertation abgeschlossen hat.
In ihrer Show behandeln sie häufig kleinere Prominente mit sichtbaren Schönheitsmakeln, die sie angeblich beheben – stets mit dem Anspruch, natürliche Schönheit zu fördern. In einer Folge spritzten sie einer Krebspatientin Filler ins Gesicht und belohnten sie mit einem Reisegutschein. Die medizinische Assistentin der Klinik, Stefanie, beweist ihre Loyalität mit Tattoos der Ärzte auf ihrem Oberschenkel – und plant weitere als Überraschung.
Nun wollen die beiden Keratopigmentierung anbieten, ein dauerhaftes Verfahren zur Veränderung der Augenfarbe. Seit seiner Einführung um 2015 stößt die Methode auf massive Kritik. Keine etablierte deutsche Klinik führt sie durch, da rechtliche Hürden bestehen – unter anderem fehlt die Zulassung durch Behörden wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die medizinischen Risiken reichen von Infektionen und Hornhautschäden bis hin zur Erblindung. Auch die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) lehnt das Verfahren als experimentell und ethisch bedenklich ab.
Abseits ihrer beruflichen Ambitionen belohnen die Ärzte ihr Personal mit jährlichen Reisen auf die Balearen. Ihre gewagten Behauptungen und unkonventionellen Methoden sorgen weiterhin für Debatten in der Fachwelt.
Ihr Vorstoß, die Keratopigmentierung in Deutschland einzuführen, ignoriert regulatorische und ethische Warnungen. Ohne offizielle Genehmigung bleibt das Verfahren in seriösen Kliniken verboten. Mediziner kritisieren ihr Vorgehen scharf – mit Verweis auf schwere Gesundheitsrisiken und nicht nachgewiesene Sicherheitsstandards.






