Tierwohl-Kennzeichnung für Schweinefleisch startet 2027 – Rainer setzt klare Prioritäten
Lotta SchneiderTierwohl-Kennzeichnung für Schweinefleisch startet 2027 – Rainer setzt klare Prioritäten
Deutschlands Tierwohl-Kennzeichnungssystem für Schweinefleisch nimmt unter Landwirtschaftsminister Alois Rainer konkrete Formen an. Das System, dessen Start für 2027 geplant ist, wird sich zunächst auf Schweinefleisch konzentrieren, bevor andere Fleischsorten in Betracht gezogen werden. Rainer hat deutlich gemacht, dass eine Ausweitung über Schweinefleisch hinaus derzeit keine Priorität hat.
Der Entwurf für das Kennzeichnungssystem soll im Mai 2023 nach Brüssel zur Notifizierung übermittelt werden. Die endgültige Kabinettsfreigabe wird bis August desselben Jahres erwartet. Sobald die Regelungen in Kraft treten, gelten sie ab dem 1. Januar 2027 für Schweinefleischprodukte.
Restaurants und Gemeinschaftsverpfleger erhalten eine zusätzliche Frist von sechs Monaten zur Umsetzung – die verpflichtende Kennzeichnung beginnt für sie am 1. Juli 2027. Rainer betont, dass die Fertigstellung eines funktionsfähigen und zuverlässigen Systems für Schweinefleisch die zentrale Aufgabe bleibt. Die Vorgängerregierung hatte das Projekt unvollendet hinterlassen; sein Ministerium arbeite nun daran, es abzuschließen.
Eine Ausweitung des Systems auf Rind-, Geflügel- oder anderes Fleisch steht derzeit nicht zur Debatte. Rainer hat mehrfach erklärt, dass eine solche Erweiterung nicht unmittelbar bevorstehe und nicht Teil seiner aktuellen Pläne sei.
Die Kennzeichnungspflicht wird ab 2027 zunächst für Schweinefleisch gelten, wobei Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung zusätzliche Zeit zur Anpassung erhalten. Rainers Fokus liegt darauf, das System für Schweinefleisch wirksam umzusetzen, bevor über eine mögliche Ausweitung nachgedacht wird. Die Bundesregierung wird Brüssel im Mai über den Entwurf informieren; die Kabinettsabsegung steht noch in diesem Jahr an.






