02 May 2026, 12:04

Thüga fordert Tempo beim Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland

Balkendiagramm, das die Stromerzeugung der US-Bundesstaaten nach Energiequelle im Jahr 2022 zeigt, mit zusätzlichem erklärendem Text.

Thüga fordert Tempo beim Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland

Deutschlands größtes Netz kommunaler Energieversorger drängt auf beschleunigten Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur. Die Thüga Aktiengesellschaft (Thüga), ein zentraler Akteur mit über 100 Partnerunternehmen, fordert die nächste Bundesregierung auf, klare Regeln für Wasserstoffnetze festzulegen. Der Konzern, der 2023 einen Umsatz von mehr als 53 Milliarden Euro erzielte, warnt, dass Verzögerungen die Entwicklung des Sektors ausbremsen.

Eine aktuelle Rechtsgutachten der Essener Kanzlei Rosin Büdenbender, die auf Energierecht spezialisiert ist, kommt zu dem Schluss, dass nur geringe Anpassungen der bestehenden Vorschriften notwendig wären. Die Kanzlei, die zu Wasserstoffinfrastruktur und branchenspezifischen Anwendungen berät, präsentierte ihre Erkenntnisse Politikern von CDU, SPD und FDP. An der Diskussion nahmen auch Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz teil.

Laut dem Gutachten ließen sich wasserstofftaugliche Investitionskosten in die bestehenden regulatorischen Rahmenwerke integrieren. Allerdings hat Deutschland die EU-Vorgaben zur Wasserstoffverteilung noch nicht in nationales Recht umgesetzt. In der Folge stocken sowohl die Umrüstung der Gasnetze als auch der Ausbau der Wasserstoffkapazitäten.

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Die Thüga AG betont die Dringlichkeit zügiger Entscheidungen, um weitere Rückschläge zu vermeiden. Ohne klare Finanzierungs- und Investitionsbedingungen droht der Umstieg auf Wasserstoff hinter dem Zeitplan zurückzubleiben.

Das Rechtsgutachten skizziert einen möglichen Weg vorwärts – mit minimalen regulatorischen Änderungen. Würden die vorgeschlagenen Anpassungen umgesetzt, könnten sie Investitionen in Wasserstoffnetze freisetzen. Bis dahin bremst die verzögerte Umsetzung der EU-Regeln jedoch weiterhin die deutsche Energiewende aus.

Quelle