21 April 2026, 16:03

Theaterformen-Festival 2024: Elf Tage Gerechtigkeit in Braunschweig

Schwarze und weiße Zeichnung von Menschen in einer Gefängnissituation, einige stehen und einige sitzen auf dem Boden, mit Gebäuden und einem Himmel im Hintergrund und Text unten.

Theaterformen-Festival 2024: Elf Tage Gerechtigkeit in Braunschweig

Theaterformen-Festival kommt im Juni für elf Tage nach Braunschweig

Dieses Jahr findet das Festival Theaterformen vom 11 Tage lang im Juni in Braunschweig statt. Veranstaltungsorte sind das Staatstheater Braunschweig und das historische Gefängnis Rennelberg. Die Organisatoren haben Gerechtigkeit als zentrales Thema der diesjährigen Ausgabe gewählt – ein Motiv, das in den gezeigten Produktionen vertieft wird.

Geplant sind 14 Inszenierungen von Künstler:innen aus 14 verschiedenen Ländern. Zu den Höhepunkten zählt eine Weltpremiere sowie ein Begleitprogramm auf dem Gelände des ehemaligen Gefängnisses Rennelberg. Die 1884 erbaute Haftanstalt, deren Geschichte eng mit dem Festivalthema verknüpft ist, bildet eine eindrucksvolle Kulisse.

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Für Festivalleiterin Anna Mülter ist dies die letzte Ausgabe vor ihrem Rücktritt. Unter ihrer Leitung hat sich das Festival zu einer Plattform entwickelt, die internationales Schaffen mit ortsspezifischen Projekten verbindet. Die Umnutzung des Gefängnisses zu einem Spielort unterstreicht den Anspruch, gesellschaftlich relevante Themen aufzugreifen.

Prominente Stimmen betonen bereits die Bedeutung des Festivals: Prof. Dr. Anja Hesse, Braunschweigs Kulturdezernentin, hebt seinen nachhaltigen Einfluss auf die städtische Kulturszene hervor. Joachim Schachtner, Staatssekretär für Wissenschaft und Kultur in Niedersachsen, lobt das Festival als "wichtigen Impulsgeber für zeitgenössische Debatten" und würdigt sein gesellschaftspolitisches Gewicht.

Das elf Tage umfassende Programm im Juni vereint globale Perspektiven mit immersiven Erlebnissen. Mit einer Mischung aus Theater, Geschichte und gesellschaftskritischen Diskursen will das Festival Spuren in Braunschweigs Kulturkalender hinterlassen. Gleichzeitig markiert diese Ausgabe das Ende von Anna Mülters Ära als Festivalleiterin – und damit einen Einschchnitt in der Geschichte der Veranstaltung.

Quelle