Sushi Bikes startet nach Insolvenz mit neuem Eigentümer durch
Münchner E-Bike-Start-up Sushi Bikes findet nach Insolvenz neuen Besitzer
Das in München ansässige E-Bike-Start-up Sushi Bikes hat nach der Insolvenzanmeldung Ende 2025 einen neuen Eigentümer gefunden. Die Düsseldorfer Investmentfirma Wealth Collect Holding (WCH) übernahm das Unternehmen im Rahmen einer Restrukturierungsvereinbarung. Die Übernahme markiert einen Neuanfang für die Marke, die 2019 mit Unterstützung prominenter Investoren an den Start ging.
Sushi Bikes wurde 2019 von Andy Weinzierl gegründet, der früh Rückhalt von TV-Moderator Joko Winterscheidt sowie den MyMuesli-Gründern Max Wittrock und Philipp Kraiss erhielt. Das Unternehmen wollte bezahlbare, stadttaugliche E-Bikes bauen, geriet jedoch in finanzielle Schwierigkeiten – bedingt durch einen allgemeinen Abschwung im Zweiradmarkt. Auch andere Marken wie Möve und Sprick Cycle meldeten im vergangenen Jahr Insolvenz an, nachdem die Nachfrage nach der Pandemie nachließ.
WCH, das sich auf Private Equity, erneuerbare Energien und Immobilien spezialisiert hat, sieht Potenzial im Ausbau seines Mobilitätsportfolios. Rainer Langnickel, Gründer und CEO der Gruppe, betonte Pläne, die Marke Sushi Bikes nachhaltig weiterzuentwickeln. Die Übernahme positioniert das Start-up als volumenstarken Akteur im Einstiegssegment der WCH-Mobilitätssparte.
Zum Zeitpunkt der Übernahme waren rund 15.000 Sushi Bikes entweder im Einsatz oder in Produktion. Weinzierl zeigte sich erleichtert, dass das Unternehmen seine Mission unter neuer Führung fortsetzen könne – mit weiterhinem Fokus auf bezahlbare urbane E-Mobilität.
Die Übernahme sichert die Zukunft von Sushi Bikes im Rahmen des Restrukturierungsplans von WCH. Die Marke wird künftig in ein größeres Mobilitätsnetzwerk eingebunden sein und preisbewusste Stadtfahrer ansprechen. Mit frischem Kapital strebt das Unternehmen an, in einem schwierigen Markt wieder an Fahrt aufzunehmen.






