Streit um Münchens neues Hochhaus: Gedenkstätte oder moderne Architektur?
Streit um Münchens neues Hochhaus: Gedenkstätte oder moderne Architektur?
Streit um Hochhausprojekt in Münchens Schwabing: Denkmalpflege gegen moderne Architektur
Ein umstrittenes neues Hochhausprojekt im Münchner Stadtteil Schwabing hat eine Debatte über seine historischen und architektonischen Auswirkungen entfacht. Der geplante, 12-stöckige geschwungene Turm des lokalen Büros OSA soll auf dem Dach einer ehemaligen Ziegelei entstehen – einem Ort, der mit der Zwangsarbeit jüdischer Häftlinge während der NS-Zeit verbunden ist. Während die Stadtplaner das Vorhaben vorantreiben, fordern Kritiker stattdessen die Errichtung einer Gedenkstätte anstelle einer neuen Bebauung.
Gleichzeitig entstehen in anderen Teilen Münchens neue Projekte, darunter ein Hotel mit Boardinghouse in der Nähe des alten Siemens-Hochhauses in Obersendling sowie ein neu gestalteter Platz mit Kindergarten, Café und Fitnessstudio, der speziell für die abendliche Erholung konzipiert ist.
Das geplante Hochhaus am Isarring 11 soll auf dem Gelände der ehemaligen Hesselberger Lederfabrik errichtet werden, die einst Ilse Hesselberger gehörte. Sie wurde 1941 deportiert und in Polen ermordet. Unter den Nationalsozialisten diente die Fabrik als Zwangsarbeitslager für jüdische Häftlinge und später als sogenannte "Ausbildungsstätte" für jüdische Jugendliche. Diese historische Belastung hat zu massivem Widerstand geführt, etwa vom NS-Dokumentationszentrum, das eine Erhaltung des Ortes als Gedenkstätte statt eines Abrisses fordert.
Ein alternativer Entwurf schlägt vor, den Turm neben das denkmalgeschützte Fabrikgebäude zu setzen – statt auf dessen Dach. Die Münchner Baureferentin Elisabeth Merk hat Gespräche mit der Israelitischen Kultusgemeinde, Politikern und Denkmalschützern angekündigt, um einen Kompromiss zu finden. Während lokale Politiker aus Schwabing-Freimann das Projekt unterstützen, lehnen Denkmalschützer es ab und befürchten Schäden an der historischen Bausubstanz.
Der schmale Fußgängerweg entlang der Nymphenburger Straße, der Teil des Projekts ist, soll künftig als wichtige Verbindung für Apple-Mitarbeiter zum neuen Firmencampus dienen. Diese Anbindung erhöht die städtebauliche Bedeutung des Gebiets. Das Design wurde in drei Präsentationen überarbeitet, bevor es die Zustimmung der Stadtarchitekten erhielt.
In anderen Stadtteilen Münchens entstehen unterdessen ein Hotel und ein Boardinghouse neben dem ehemaligen Siemens-Hochhaus in Obersendling, die sich harmonisch in das bestehende Stadtbild einfügen sollen. In der Nähe wird ein Platz mit Wasserbecken umgestaltet – mit Kindergarten, Fitnessstudio, Gastronomie und Café, die so angelegt sind, dass sie das Abendlicht für Besucher einfangen.
Die Zukunft des Hochhausprojekts bleibt ungewiss, während die Stadtverwaltung zwischen Denkmalschutz und moderner Stadtentwicklung abwägt. Sollte der Turm genehmigt werden, würde er die Skyline Schwabings prägen. Gleichzeitig deuten der Apple-Weg und die neuen Freizeitflächen auf tiefgreifendere Veränderungen in ganz München hin. Die Entscheidung über das Fabrikgelände wird zeigen, ob die Stadt ihre Vergangenheit ehrt – oder sich einer neuen urbanen Zukunft zuwendet.
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