Streik in Sachsen-Anhalt: Schwarz-Gruppe-Beschäftigte fordern faire Löhne und Gleichbehandlung
Mia KochStreik in Sachsen-Anhalt: Schwarz-Gruppe-Beschäftigte fordern faire Löhne und Gleichbehandlung
Arbeiter in Sachsen-Anhalt streiken bei zwei Schwarz-Gruppe-Unternehmen für höhere Löhne
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat in Sachsen-Anhalt Streiks bei zwei Tochterfirmen der Schwarz Gruppe organisiert, um gegen als unzureichend empfundene Löhne zu protestieren. Unter dem Motto "Reißt die Lohnmauer ein" prangern die Beschäftigten die deutlichen regionalen Gehaltsunterschiede innerhalb desselben Konzerns an.
Die Arbeitsniederlegungen begannen heute bei der Bäckerei BONBACK im Star Park Halle Queis und werden morgen fortgesetzt. Parallel findet bei MEG, einem Getränkehersteller in Weißenfels, ein dreitägiger Warnstreik statt. Beide Unternehmen gehören zur Schwarz Gruppe, zu der auch die Handelsketten Lidl und Kaufland zählen.
Die NGG verweist auf eklatante Lohnunterschiede zwischen den Standorten: In Sachsen-Anhalt verdienen einige Beschäftigte nur rund 900 Euro monatlich – deutlich weniger als an anderen Schwarz-Gruppe-Standorten. Zwar stieg das durchschnittliche Jahresgehalt in der Region von 2024 auf 2025 um 3,2 Prozent (auf 43.780 Euro), doch bleibt es damit eines der niedrigsten in Deutschland.
Die Bäckerei BONBACK firmierte ursprünglich unter dem Namen ARTIback, bevor sie vor zwei Jahren von der Schwarz Gruppe übernommen wurde. Trotz Umfirmierung blieben die Lohnungleichheiten bestehen.
Die NGG droht mit weiteren Streiks, falls die Verhandlungen scheitern. Kernforderung der Gewerkschaft ist die Angleichung der Löhne in Sachsen-Anhalt an die höher bezahlten Regionen. Bisher gibt es keine Einigung – mit weiteren Betriebsstörungen an beiden Standorten ist zu rechnen.






