16 April 2026, 00:10

SPD plant kapitalgedecktes Rentensystem mit neuem Bundesrentenfonds

Alter deutscher Regierungsschatzschein mit gedrucktem Text und numerischen Werten.

SPD plant kapitalgedecktes Rentensystem mit neuem Bundesrentenfonds

Drei Abgeordnete der SPD haben einen Plan vorgelegt, um in Deutschland ein kapitalgedecktes Rentensystem einzuführen. Der Vorschlag sieht die Schaffung eines neuen "Bundesrentenfonds" vor, der sowohl betriebliche als auch private Altersvorsorge unterstützen soll. Langfristig könnte er zudem zur Finanzierung der gesetzlichen Rente beitragen.

Wie das "Handelsblatt" als Erstes berichtete, wird der Plan in einem Positionspapier des "Seeheimer Kreises", einer gemäßigteren Gruppe innerhalb der SPD, detailliert beschrieben. Der Vorstoß erfolgt, nachdem der Bundestag kürzlich Reformen der privaten Altersvorsorge verabschiedet hat – und noch bevor die SPD ein umfassenderes Reformpaket finalisiert.

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Laut dem Konzept würde der "Bundesrentenfonds" zunächst als freiwilliges Angebot für betriebliche und private Vorsorgeprodukte fungieren. Später könnte er Teile der gesetzlichen Rente mitfinanzieren. Zudem sollen regulatorische Hürden abgebaut werden, um Versicherungen und Pensionsfonds mehr Spielraum für Investitionen in Start-ups zu geben.

Privatpersonen erhielten über neue Tranchen in Dachfonds besseren Zugang zu Wachstumsunternehmen. Der Fonds selbst könnte bis zu fünf Prozent seines Vermögens in Start-ups oder europäische Unternehmen stecken, die sich auf einen Börsengang vorbereiten. Die Abgeordneten schlagen zudem eine "Start-up-Strategie" vor, die unter anderem Steuererleichterungen für Forschung und Entwicklung vorsieht, um Anreize für junge Unternehmen zu verbessern.

Sollten die Maßnahmen umgesetzt werden, könnte die "WIN-Initiative" bis 2030 auf ein Volumen von 25 Milliarden Euro anwachsen – mehr als das Doppelte des bisherigen Ziels von 12 Milliarden Euro.

Ziel des Vorschlags ist es, die Anlageoptionen für die Altersvorsorge zu erweitern und gleichzeitig Start-ups sowie aufstrebende Unternehmen zu fördern. Bei einer Umsetzung würde dies einen schrittweisen Wandel hin zu einem stärker kapitalgedeckten Rentensystem in Deutschland bedeuten. Der Erfolg des Plans hängt jedoch von regulatorischen Anpassungen und einer breiten politischen Unterstützung innerhalb der SPD ab.

Quelle