Söder räumt CSU-Niederlagen ein – aber nicht überall gibt es Grund zur Sorge
Lotta SchneiderSöder räumt CSU-Niederlagen ein – aber nicht überall gibt es Grund zur Sorge
Die bayerische CSU hat bei den jüngsten Kommunalwahlen gemischte Ergebnisse erzielt. Parteichef Markus Söder räumte Enttäuschung in zentralen Gebieten ein, darunter München, betonte aber gleichzeitig Erfolge in anderen Städten wie Nürnberg. In seinen Äußerungen ging er auch auf den Aufstieg der AfD und die künftige Strategie der Partei auf kommunaler und Bundesebene ein.
In München verpasste die CSU den Einzug in die Stichwahl um das Bürgermeisteramt – ein Rückschlag, den Söder als 'frustrierend' bezeichnete. Dennoch zeigte er sich zuversichtlich, dass die Partei weiterhin die stärkste Fraktion im Stadtrat stellen könnte. Im Gegensatz dazu lobte er das Ergebnis in Nürnberg als 'besonders schön'.
Söder gestand Schwächen in traditionellen CSU-Hochburgen wie dem Landkreis Miesbach ein. Er behauptete zwar, die Partei werde mehr Bürgermeisterposten als 2020 erringen, konkrete Zahlen nannte er jedoch nicht.
Zur AfD erklärte Söder, die Partei sei nun eine dauerhafte politische Kraft. Er lehnte Versuche ab, ihre Präsenz 'moralisch wegzudiskutieren oder zu stigmatisieren', betonte aber, die CSU werde jede Zusammenarbeit – selbst auf kommunaler Ebene – kategorisch ablehnen.
Mit Blick auf die Zukunft forderte er die schwarz-rote Koalition in Berlin auf, sich stärker auf die Wirtschaftspolitik zu konzentrieren. Trotz der Wahlergebnisse beschrieb Söder die Stimmung in der CSU als 'konstruktiv'.
Nun steht die Partei vor der Aufgabe, in Regionen mit schwachen Ergebnissen wieder an Unterstützung zu gewinnen. Söders klare Absage an eine Zusammenarbeit mit der AfD setzt eine deutliche Grenze für künftige Bündnisse. Gleichzeitig will die CSU auf Bundesebene eine stärkere Wirtschaftspolitik vorantreiben und bei den nächsten bayerischen Wahlen wieder an Boden gewinnen.






